Bahn hält am Fahrplan für Börsengang fest

- Berlin - Ungeachtet erneuter Verluste will Bahnchef Hartmut Mehdorn an seinem Fahrplan zum Börsengang festhalten. "Es bleibt dabei, dass wir Ende 2005 sagen wollen, das Unternehmen ist kapitalmarktfähig", bekräftigte Mehdorn. Im ersten Quartal fuhr die Bahn einen Betriebsverlust nach Zinsen von rund 82 Millionen Euro ein. Dieser sei auf die schlechte Konjunktur zurückzuführen. Der bundeseigene Konzern strebt für 2004 weiter einen Gewinn an.

<P>Trotz Einbrüchen im Fernverkehr konnte der Verlust nach Zinsen im vergangenen Jahr um 282 Millionen auf 172 Millionen Euro verringert werden. Die Bahn habe in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld positiver abgeschnitten als noch im vergangenen Dezember prognostiziert, sagte Mehdorn. </P><P>Das Unternehmen habe damit zum dritten Mal in Folge seine Planungen eingehalten. Seit Beginn der Bahnreform vor zehn Jahren habe das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um jeweils 500 Millionen Euro verbessert werden können. 2003 sei das Ergebnis sogar um eine Milliarde gesteigert worden.<BR><BR>Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr insgesamt um 51,1 Prozent auf 28,2 Milliarden Euro. Dies sei aber auf die erstmals ganzjährige Einbeziehung des 2002 übernommenen Logistikkonzerns Stinnes zurückzuführen. Ohne den Stinnes-Effekt sei ein Wachstum von zwei Prozent erreicht worden. Die Bahn beschäftigte Ende 2003 rund 242 000 Mitarbeiter.<BR><BR>Beim Umsatz lag der Personenverkehr nur leicht um 0,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Sorgenkind blieb der Fernverkehr, der 2003 einen Betriebsverlust nach Zinsen von 461 Millionen Euro einfuhr. Ausgeglichen wurde das durch ein positives Ergebnis im Nahverkehr in Höhe von 427 Millionen.<BR></P>

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