Historischer Erfolg: Dreßen gewinnt Abfahrt in Kitzbühel

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Bahn heuert tschechische Lokführer an

Frankfurt/Berlin - Um Punkt 12 Uhr standen die Räder still. Seit gestern Mittag bestreikt die Lokführergewerkschaft GDL den Güterverkehr und droht ihre Arbeitsniederlegungen ab kommender Woche wieder auf den Personenverkehr auszuweiten.

Keine Streikposten auf den Bahnhöfen, kein tröstender Kaffee für gestrandete Berufspendler: Von der bisher größten Arbeitskampfaktion der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bei der Bahn bekamen Millionen Fahrgäste in Deutschland am Donnerstag vorerst so gut wie nichts zu spüren. Pünktlich um 12 Uhr mittags hatte die kleinste Arbeitnehmerorganisation den Ausstand im bundesweiten Güterverkehr begonnen. Geplante Dauer: 42 Stunden bis Samstagfrüh.

Dass der Streik nicht schlagartig zum Stillstand auf der Schiene führt, war auch der GDL von vornherein klar. Ihre Strategie: In einer "langsamen Welle" sollen Rangierbahnhöfe und Güterverkehrszentren quer durch die Republik nach und nach "volllaufen". Nach den Transporten in der Nacht, von denen es viel mehr gibt als am Tag, würden die Auswirkungen im Lauf des Freitags dann auch deutlicher sichtbar werden, sagte Hans-Joachim Kernchen, GDL-Chef in Berlin- Sachsen-Brandenburg. Die Bahn versuchte zudem gegenzusteuern und von den insgesamt 5400 Lokführern ihrer Güterbahn Railion möglichst viele Beamte in Dienst zu stellen. Im besonders stark betroffenen Osten Deutschlands sollen auch tschechische Lokführer zum Einsatz kommen. Außerdem führe die Bahn mit Konkurrenten Gespräche, ob diese Schienentransporte übernehmen könnten, sagte Norbert Bensel, Vorstand Transport und Logistik der Deutschen Bahn AG.

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