Bahn und KfW legen Chef-Gehälter offen

- Frankfurt - Die Deutsche Bahn und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) werden die Bezüge ihrer Top-Manager mit dem Geschäftsbericht 2004 offen legen. Wie ein Sprecher von Bundesfinanzminister Hans Eichel dem "Tagesspiegel" sagte, besteht der Minister darauf, dass sich alle wichtigen Unternehmen mit Bundesbeteiligung an die freiwilligen Transparenzvorschläge der Wirtschaft halten.

Die KfW bestätigte dem Blatt entsprechende Pläne; vollständige Transparenz solle mit der Vorstellung des Geschäftsberichts 2004 erfolgen. Bei der Bahn hat "das der Minister mit Bahnchef Mehdorn vereinbart", sagte ein Sprecher Eichels.<BR><BR>Die Bahn weist laut "Tagesspiegel" bislang nur die Gesamtsumme für ihre fünf Vorstände aus: Das sind 5,96 Millionen Euro an variablem und fixem Einkommen. Nach der Faustregel, der Vorstandschef bekommt das Doppelte eines einfachen Vorstandsmitglieds, müssten Mehdorn zwei Millionen und seine Kollegen jeweils rund eine Million Euro erhalten. Bei der KfW, die unter anderem die Förderprogramme des Bundes abwickelt, geht es bescheidener zu. Alle sechs Vorstände bezogen laut dem Bericht 2003 rund 2,68 Millionen Euro. Nach der Faustregel ergäbe das 760000 Euro für Vorstandschef Hans Reich und je 380000 für die anderen Vorstände.<BR><BR>DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun schloss sich dem Appell an Vorstandschefs an, nicht mehr Aufsichtsratsvorsitzende ihres Unternehmens zu werden. Beide Ämter müssten generell voneinander getrennt werden, sagte Braun der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

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