Bahn legt Investitionsprojekte auf Eis

- Berlin - Die Deutsche Bahn muss weiter drastisch sparen und legt alle neuen Investitionsprojekte bis 2009 auf Eis. Auf Grund der angespannten Haushaltslage des Bundes könnten bis dahin nur noch laufende Projekte fortgesetzt werden, teils in zeitlich gestreckter Form, erklärte das Unternehmen nach der letzten Aufsichtsratssitzung in diesem Jahr.

Zwar schreibt die Bahn im laufenden Jahr mit etwa 200 Millionen Euro Überschuss zum ersten Mal aus eigener Kraft schwarze Zahlen, wie Aufsichtsratschef Michael Frenzel betonte. "Das ist ein wichtiger Meilenstein." Doch wurde die Erwartung an die Betriebsergebnisse der kommenden Jahre deutlich nach unten geschraubt.

Hintergrund seien höhere Kosten in den Geschäftsfeldern Fernverkehr und der Güterverkehrsparte Railion. Zudem würden nun niedrigere Verkehrsleistungen unterstellt. Hinzu kämen höhere Energiepreise. Auch müsse mehr für Instandhaltung der Fahrwege ausgegeben werden, weil der Bund seine Linie für Ersatzinvestitionen verringert habe.

"Die unternehmerische Verantwortung gebietet es, unsere Planung diesen unerwartet schwierigen Rahmenbedingungen anzupassen", erklärte Bahnchef Hartmut Mehdorn. "Um trotzdem im Großen und Ganzen auf Kurs zu bleiben, sind weiterhin massive konzernweite Gegensteuerungsmaßnahmen erforderlich." Positiv wirke der gerade ausgehandelte Tarifabschluss mit einer 5,5-prozentigen Senkung der Arbeitskosten.

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