Bahn macht weitere Rückzieher beim neuen Zuschlag

Berlin (dpa) - Nach heftigen Protesten gegen eine neue Extra-Gebühr von 2,50 Euro beim Ticketkauf am Schalter nimmt die Bahn mehr Kunden davon aus.

Wer eine Senioren-Bahncard mit 50 Prozent Rabatt besitzt, die es ab einem Alter von 60 Jahren gibt, brauche den Zuschlag nicht zu zahlen, kündigte Bahnchef Hartmut Mehdorn an. Vorgesehen sei eine solche Ausnahme auch für eine neue Senioren- Bahncard mit 25 Prozent Ermäßigung, deren Konditionen aber noch festgelegt werden müssen.

Verschont bleiben sollen zudem Menschen mit einem Behinderungsgrad ab 50 Prozent, bisher war dies erst von 70 Prozent an vorgesehen. Eingeführt wird der "Bedienzuschlag", der beim Kauf von Fahrscheinen für Fernzüge (ICE und Intercity) kassiert wird, am 14. Dezember.

Mehdorn verteidigte den Zuschlag grundsätzlich als unvermeidlich, um den Schalterdienst in den Reisezentren auf dem jetzigen Niveau aufrechtzuerhalten. Viele ältere Menschen seien durchaus in der Lage, ihre Fahrscheine ohne Zuschlag im Internet zu erwerben oder an den neuen Automaten, die leichter zu bedienen seien als früher. "Ich glaube, wir grenzen da niemanden aus." Verkehrs- und Fahrgastverbände sowie Politiker hatten den Zuschlag als kundenfeindlich kritisiert und seine Rücknahme gefordert.

Zum Fahrplanwechsel erhöht die Bahn auch ihre Preise um durchschnittlich 3,9 Prozent. Zur Begründung wurden stark gestiegene Kosten für Energie und Personal genannt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Aufbau von Air-Berlin-Transfergesellschaft zieht sich hin
Noch sind die Millionen nicht zusammen, die Tausenden Air-Berlin-Mitarbeitern etwas Luft verschaffen könnten bei der Jobsuche. Die Sorge hat der Vorstandschef persönlich …
Aufbau von Air-Berlin-Transfergesellschaft zieht sich hin
Wall Street treibt Dax und MDax auf Rekordhoch
Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt sind zur Wochenmitte wieder in Rekordlaune gewesen. Sowohl der Leitindex Dax als auch der MDax erreichten am …
Wall Street treibt Dax und MDax auf Rekordhoch
Soros überträgt 18 Milliarden Dollar an seine Stiftung
Der US-Milliardär George Soros spendet regelmäßig immense Summen für wohltätige Zwecke. Nun soll der Hedgefonds-Guru den Riesenbetrag von 18 Milliarden Dollar gestiftet …
Soros überträgt 18 Milliarden Dollar an seine Stiftung
Markenstreit: BGH gibt Ritter Sport und Dextro Energy Recht
Ritter Sport und Dextro Energy haben in einem Markenrechtsstreit vor dem Bundesgerichtshof (BGH) einen Sieg errungen.
Markenstreit: BGH gibt Ritter Sport und Dextro Energy Recht

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion