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Bahn befürchtet neue Probleme im Winter

Berlin - Die Deutsche Bahn befürchtet für den kommenden Winter erneut Probleme. “Das Grundproblem unserer Fahrzeugreserve wird sich nicht deutlich verbessern.“

Das sagte der Vorstandschef der Bahn-Regionalverkehrssparte DB Regio, Frank Sennhenn, dem Berliner “Tagesspiegel“ (Montag). Es fehlten Reservezüge, weil der Konzern bestellte Regionalzüge vom Hersteller Bombardier wegen ausstehender Zulassungen nicht abnehmen könne, obwohl sie seit Ende 2009 im Einsatz sein sollten. “Wir können unseren Kunden ja keine Züge zumuten, die nicht funktionieren“, sagte der Bahn-Manager.

Es werde noch dauern, bis die über 100 produzierten Exemplare in Betrieb gehen könnten, da sie “durch das lange Herumstehen nicht besser geworden sind“. Möglich sei auch ein Ausstieg aus dem Liefervertrag - dies sei aber die Ultima Ratio.

Im vergangenen Winter war es wegen Eis und Schnee insbesondere im Regionalverkehr zu zahlreichen Zugausfällen und Verspätungen gekommen. Die Politik hatte die Bahn aufgefordert, mehr zu tun, um sich unabhängiger von Wettereinflüssen zu machen.

Sennhenn sagte der Zeitung weiter, er halte die zahlreichen verschiedenen Preissysteme im deutschen Schienenverkehr für problematisch. “Die Tarifvielfalt ist oft verwirrend, vor allem, wenn man von einem Verkehrsverbund zum nächsten wechselt.“ Für viele Reisende sei bereits der Kauf eines Fahrscheins ein Problem. “Die Menschen haben Angst, ein falsches Ticket zu kaufen.“ Die Bahn-Unternehmen und die Verkehrsverbünde müssten solche Zugangsbarrieren abbauen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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