Bahn nimmt Kurs auf die Gewinnzone

- Berlin - Die Deutsche Bahn sieht sich auf der Fahrt in die Gewinnzone nahe am Ziel. Trotz anhaltender Probleme im Fern- und Güterverkehr konnte der Betriebsverlust nach Zinsen bis Ende September auf 54 Millionen Euro verringert werden, wie der bundeseigene Konzern mitteilte. Vor einem Jahr betrug das Minus noch 150 Millionen Euro. Bahnchef Hartmut Mehdorn bekräftigte, zum Jahresende erstmals aus eigener Kraft schwarze Zahlen zu schreiben. Der Vorstand erwartet rund 200 Millionen Euro Gewinn.

<P>Im Personenverkehr hätten sich die sommerlichen Sonderangebote mit Tickets ab 29 Euro und eine verbesserte Pünktlichkeit ausgezahlt, sagte Finanzvorstand Diethelm Sack. Für die ersten neun Monate wies die Sparte insgesamt 132 Millionen Euro Gewinn aus und legte damit um 227 Millionen Euro zu. Während der Nahverkehr einen kräftigen Sprung auf 300 Millionen Euro machte, blieben die Fernzüge jedoch im Minus. Die Intercity und ICE konnten zwar im Vergleich zum Vorjahr 122 Millionen Euro an Boden gutmachen, fuhren aber noch 245 Millionen Euro Verlust ein - etwas mehr als zum Halbjahr. Die Auslastung der Fernzüge stieg aber auf 41,2 Prozent (Vj.: 39,4 Prozent).<BR><BR>Für den Endspurt aus den roten Zahlen setzt die Konzernspitze auf die traditionell höheren Erträge im Personen- und Güterverkehr in den Herbstmonaten. Bis Ende September stieg die Zahl der Reisenden bereits um 2,6 Prozent auf knapp 1,28 Milliarden. Zum anderen würden die schon gestarteten Sparmaßnahmen weiter wirken, sagte Sack. Beschlüsse für Kostensenkungen gibt es noch nicht. Die Gewerkschaft Transnet sieht bis zu 3000 der 23 000 Arbeitsplätze bedroht.<BR></P>

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