Bahn rechnet mit Kunden-Ansturm

- Neun Monate war sie weg, jetzt feiert die alte Bahncard die Rückkehr. Heute tritt das geänderte Preissystem der Bahn AG in Kraft. Ab dann gibt es wieder eine Karte, die 50 Prozent Rabatt auf den Normalpreis ermöglicht, mit 200 Euro für die 2. Klasse aber erheblich teurer ist als die frühere. Daneben ist weiterhin die BahnCard 25 erhältlich. Außerdem gibt es eine Reihe von Sparangeboten für die Fahrgäste, die sich im Voraus auf einen Zug festlegen.

<P>Die Bahn reagierte mit diesen Änderungen auf Kritik von Politikern und Verbraucherschützern an dem Mitte Dezember 2002 eingeführten Preissystem. Die Kunden hätten das neue Tarifsystem "so nicht akzeptiert. Das haben wir verstanden", hatte Bahn-Chef Hartmut Mehdorn bei der Bekanntgabe der Änderungen Anfang Juli eingeräumt. </P><P>Das Unternehmen gab sich nur vier Wochen für die Umstellung: 24 000 Bahnmitarbeiter und 20 000 Reisebüro-Beschäftigte seien in dieser Zeit entsprechend geschult worden; außerdem hätten die technischen Systeme umgestellt werden müssen. Trotzdem erfolge der Start am Freitag zeitgleich in den 750 DB-Reisezentren, den 3600 Reisebüros mit DB-Lizenz, an den rund 3000 Fahrkartenautomaten für den Fernverkehr, per Telefon unter der Nummer 11 8 61 und im Internet, hieß es. "Ich bin überzeugt, dass wir schnell wichtiges Vertrauen unserer Kunden zurückgewinnen werden", erklärte Mehdorn nun tapfer.<BR><BR>Die Bahn erwartet eine starke Nachfrage nach den neuen Angeboten. Deshalb seien 150 Auszubildende im Einsatz, um die Fahrgäste bei der Automatenbedienung zu unterstützen und über das neue Preissystem zu informieren.</P>

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

WLAN im Zug gefordert - Bahn verspricht stabilere Telefonate 
Berlin - Erst kostenloses Internet, bald auch Spielfilme. Die Bahn löst Versprechen für mehr Komfort beim Reisen ein - bisher aber vor allem im ICE. Jetzt muss der …
WLAN im Zug gefordert - Bahn verspricht stabilere Telefonate 
Markenrechte von Schlecker sollen verkauft werden
Düsseldorf - Schlecker will seine Markenrechte verkaufen. Das Insolvenzverfahren der Drogeriekette läuft noch. Die Verhandlungen dürften noch ein paar Jahre in Anspruch …
Markenrechte von Schlecker sollen verkauft werden
Minister: Neues Tierwohl-Siegel nicht zum Nulltarif zu haben
Agrarminister Schmidt nutzt die Bühne der Grünen Woche, um sein Tierwohl-Label vorzustellen. Es soll den Tieren, aber auch den Fleischkonsumenten helfen. Doch noch …
Minister: Neues Tierwohl-Siegel nicht zum Nulltarif zu haben
Gegenwind für Mays Brexit-Kurs in Davos
In Davos wirbt Premierministerin May für Großbritannien als Wirtschaftsstandort mit guten Handelsbeziehungen in alle Welt. Doch für ihren Brexit-Kurs gibt es auch …
Gegenwind für Mays Brexit-Kurs in Davos

Kommentare