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Die Ursache des Achsenbruchs eines ICE ist immer noch ungeklärt. Laut Deutscher Bahn liegt der Abschlussbericht noch nicht vor.

Bahn: Ursache für Achsenbruch noch unbekannt

Berlin - Ob tatsächlich ein Materialfehler die Ursache für einen Achsbruch an einem ICE-Zug war, ist aus Sicht der Deutschen Bahn noch nicht endgültig geklärt.

Das Unternehmen reagierte am Mittwoch auf Medienberichte, wonach die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) im Stahl einer untersuchten Achse "Einschlüsse unzulässiger Größe" festgestellt habe. Eine Bahnsprecherin in Berlin sagte: "Wir wissen noch nicht, was die Ursache ist, aber es wurde ein Materialfehler festgestellt." Ein abschließender Bericht der BAM liege noch nicht vor. Er sei für Ende des Jahres avisiert worden.

Die jetzigen Veröffentlichungen beziehen sich laut Bahn auf einen Zwischenbericht von Ende September, über den das Unternehmen Mitte Oktober berichtet hatte. Der Bericht sei an die Staatsanwaltschaft Köln, die Bahn und das Eisenbahn-Bundesamt gegangen. Die Bahn unterstütze die Untersuchungen und sei an baldigen Ergebnissen interessiert. "Aber gründliche Untersuchungen dauern eben", sagte die Sprecherin.

Der ICE-3 in Köln war am 9. Juli bei der Ausfahrt aus dem Hauptbahnhof bei niedrigem Tempo mit gebrochener Achse entgleist. Niemand wurde verletzt. Inzwischen wurden an zwei Achsen anderer ICE vom Neigetechnik-Typ T millimetertiefe Risse entdeckt. Die ICE-T- Flotte wurde vorübergehend fast komplett aus dem Verkehr gezogen und wird nun mit Ultraschall gründlich untersucht. Im ICE-Verkehr sind deshalb bis Februar Behinderungen zu erwarten.

dpa

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