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Wer eine Ausbildung bei der Bahn macht, hat danach große Chancen auf eine Übernahme.

Bahn verstärkt Ausbildungsoffensive

Berlin - Die Deutsche Bahn will vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels in Deutschland mehr Jugendliche ausbilden. Die angestrebten Zahlen klingen verlockend:

Zum 1. September sei mit 3.592 Auszubildenden die Zahl der Lehrstellen im Konzern binnen eines Jahres um 24 Prozent gestiegen, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bahn, Rüdiger Grube, am Donnerstag beim Besuch einer Ausbildungsstätte in Berlin. Gegenüber 2006 sei die Quote um 40 Prozent erhöht worden. Sie soll laut Grube weiter steigen. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) regte bei dem Besuch Praktika für Lehrer in Betrieben an.

In den nächsten zehn Jahren will das Unternehmen nach Angaben Grubes bundesweit 78.000 neue Beschäftigte einstellen und damit nicht zuletzt das altersbedingte Ausscheiden von Mitarbeitern kompensieren. Die Suche nach qualifizierten Beschäftigten auf dem Arbeitsmarkt gestalte sich jedoch immer schwieriger, erklärte Grube. Deshalb wolle die Bahn ihre Anstrengungen bei der Ausbildung ausweiten.

Allein in diesem Jahr hat das Unternehmen nach Angaben des Bahn-Chefs 6.800 neue Mitarbeiter eingestellt. Zudem seien in den ersten neun Monaten mehr als 2.100 ausgebildete Nachwuchskräfte übernommen worden. 97 Prozent aller Auszubildenden erhalten Grube zufolge nach Abschluss ihrer Lehre ein Übernahmeangebot. Die Bahn gehört nach eigener Darstellung mit aktuell 10.000 jungen Menschen zu den größten Ausbildern Deutschlands.

Bessere Berufsvorbereitung

Nach Ansicht Grubes sollten Schüler besser auf den Übergang von Schule und Ausbildung vorbereitet werden. Dafür bedürfe es größerer Anstrengungen bei der Berufsorientierung. Der Personalvorstand der Bahn, Ulrich Weber, regte fest in den Stundenplan eingebaute Schnuppertage in Unternehmen an. Dadurch könnten Schüler verschiedene Berufszweige in unterschiedlichen Branchen besser kennenlernen. Die Bahn pflegt nach eigenen Angaben derzeit bundesweit mehr als 340 Schulkooperationen.

Arbeitsministerin von der Leyen schlug in diesem Zusammenhang Praktika für Lehrer in der Wirtschaft vor. Damit könnte die Berufsvorbereitung an Schulen verbessert werden. Es seien auch die Lehrer, die “wichtige Weichen“ bei Jugendlichen für den späteren Beruf stellen. Grube kritisierte, dass die Berufsvorbereitung bei der Lehrerausbildung zu wenig Beachtung finde.

Die Bahn bildet nach eigenen Angaben an gut 20 Standorten in Deutschland in mehr als 25 Berufen aus und bietet duale Studiengänge in 19 verschiedenen Fachrichtungen an.

dapd

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