Bahn weist "Spiegel"-Bericht über veraltete Schienen zurück

Berlin - Die Deutsche Bahn hat einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zurückgewiesen, wonach für mehrere Milliarden Euro veraltete Schienen und Brücken ausgetauscht werden müssten.

Der Bericht entbehre jeder Grundlage, teilte das Unternehmen in Berlin mit. Die meisten betroffenen Schienen seien bereits ersetzt worden, erklärte Stefan Garber, Vorstand Infrastruktur und Dienstleistungen der Deutschen Bahn laut einer Pressemitteilung. "Den Austausch unserer Schienen dieses Typs haben wir bereits langfristig geplant und mit dem Eisenbahn-Bundesamt abgestimmt." Die technische und finanzielle Planung sei nichts Neues.

Nach Angaben des "Spiegel" bestehen 18 Prozent des Streckennetzes - mehr als 6000 Kilometer Gleise - laut Eisenbahn-Bundesamt aus veralteten und bruchanfälligen Schienen. Außerdem müssten nach Angaben des hessischen Verkehrsministers Alois Rhiel (CDU) etwa 7500 Brücken in den nächsten zwölf Jahren erneuert werden. Rhiel befürchte, dass die Kosten dieser "Bugwelle überfälliger Ersatzinvestitionen" auf die Bundesländer und die Fahrgäste umgelegt würden.

Nach den Worten von Garber stehen Umbauten "in erster Linie" an Abstellgleisen und Rangieranlagen an. "Wir haben im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Bund rund sechs Milliarden Euro in die Schieneninfrastruktur gesteckt." Diese "gewaltigen Investitionen" seien auch künftig geplant, um das Schienennetz und die Brücken sicher und leistungsfähig zu halten. "Zu keinem Zeitpunkt ging oder geht von diesem Schienentyp ein Sicherheitsrisiko aus."

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