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Die Einfahrt zum Bahnhof unter dem zukünftigen Hauptstadflughfen in Schönefeld. 

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Bahnhof unter dem BER mit eingeschränkter Kapazität

Berlin - Dass das Terminal zu klein ist, zählt zu den vielen Problemen am neuen Hauptstadtflughafen. Der Bahnhof darunter ist aber recht groß geraten. Das schafft nun Spielräume.

Am neuen Hauptstadtflughafen soll ein Kompromiss mit den Genehmigungsbehörden die Eröffnung Ende 2017 noch ermöglichen. Eine Spitzenrunde verständigte am Montag darauf, den unterirdischen Flughafenbahnhof mit geringerer Kapazität als geplant an den Start zu bringen.

"Nach diesem Kompromiss sage ich wieder: Wir können 2017 erreichen", sagte der Aufsichtsratschef des Flughafens, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD). Für das Terminal gebe es durch die Absprache keine Einschränkungen.

Eigentlich sollte der Flughafen 2011 in Betrieb gehen. Planungsfehler, Baumängel und Technikprobleme verzögerten den Start aber immer wieder. Der Flughafen BER bleibt demzufolge auch immer noch ein viel debattiertes Thema in der Politik. Auch im Wahlkampf zur Wahl in Berlin 2016 spielt der Bau des Flughafens eine große Rolle.

Für die Entrauchung des Abfertigungsgebäudes während der ersten beiden Jahre nach der Flughafen-Eröffnung wird nun zugrunde gelegt, dass im Bahnhof unter dem Terminal bis zu vier Züge gleichzeitig fahren. Bisher war mit fünf Zügen geplant worden, was die Genehmigung erschwerte. Dieses Szenario beinhaltete aber auch eine Bahnstrecke, die zum Start des Flughafens noch nicht gebaut sein wird, die sogenannte Dresdner Bahn.

An dem Treffen im Roten Rathaus nahmen die zuständigen Behörden teil, der Präsident des Eisenbahn-Bundesamts, Gerald Hörster, und der Landrat des Kreises Dahme-Spreewald, Stephan Loge. Auch Staatssekretär Rainer Bomba (CDU) aus dem Bundesverkehrsministerium und Bahnchef Rüdiger Grube waren dabei. "Alle haben gesagt, dass sie bereit sind, zu kooperieren", sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) anschließend.

Das Bauordnungsamt des Kreises hatte bisher die Genehmigung für das Terminalgeschoss über dem Bahnhof verweigert, weil der Flughafen nicht nachgewiesen hatte, dass Menschen bei einem Brand auch dann sicher fliehen können, wenn unten fünf Züge gleichzeitig mit großer Beschleunigung fahren. Dabei könnten sie Luft ins Terminal drücken, der den Rauch unkontrollierbar verwirbelt. Der Nachweis für dieses Maximal-Szenario soll nun bis 2019 erbracht werden, wenn nötig auch durch Umbauten.

"Es kann alles fahren, was die Länder bestellt haben und was die Bahn fahren will", sagte der Berliner Flughafenkoordinator Engelbert Lütke Daldrup. Der Bahnhof habe eine Maximalkapazität von 90 Millionen Fahrgästen pro Jahr, im neuen Terminal sollen aber zunächst nur 22 Millionen Passagiere abgefertigt werden. "Da ist noch Luft ohne Ende drin", versicherte Lütke Daldrup. Die S-Bahn werde wie geplant im Zehn-Minuten-Takt zum Flughafen fahren können, pro Stunde werden dort wie vorgesehen vier Interregios halten können.

dpa

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