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Damit die alten Dieselloks schneller durch modernes Gerät ersetzt werden können, fordert die Bahnindustrie eine Abwrackprämie.

Bahnindustrie fordert Abwrackprämie für Dieselloks

Berlin - Angesichts niedriger Umweltstandards bei deutschen Dieselloks hat die Bahnindustrie eine Abwrackprämie auch für Züge gefordert. So könnten die alten Loks schneller ersetzt werden.

„Der Verjüngungsprozess der rund 3000 Diesellokomotiven in Deutschland würde beschleunigt und die Umwelt spürbar entlastet“, begründete der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Bahnindustrie (VDB), Ronald Pörner, am Donnerstag auf der Technikmesse Innotrans in Berlin. Allein durch den Austausch der 600 emissionsintensivsten Loks könne der Kohlendioxid-Ausstoß um 21 Prozent gesenkt werden.

Trotz teils mehr als 30 Jahre alter Loks hat der Schienenverkehr nach Zahlen des Umweltbundesamts seinen Umweltvorsprung vor der Straße ausgebaut. Der Energieverbrauch pro Tonnenkilometer sei im Güterverkehr auf der Schiene seit 2000 um rund 30 Prozent gesunken, bei Lastwagen dagegen nur um etwa 20 Prozent. Ähnliches gelte auch für den Kohlendioxid-Ausstoß. „Wir sind schon längst einen Schritt weiter als die Straße. Die Eisenbahn setzt sich ab“, betonte der Geschäftsführer des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Martin Henke.

Der Güterverkehr in Deutschland werde bis 2025 weiter deutlich wachsen, sagte der Verkehrsexperte vom Umweltbundesamt, Uwe Brendle. „Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Umwelt. Die Ziele, die sich die Politik in Sachen Umwelt gesetzt hat, werden nicht erreicht.“ Die höheren CO2-Emissionen stammten allerdings vor allem aus dem Straßentransport. Die Schieneninfrastruktur sei aber noch nicht gut genug, um den gesamten Güterverkehr aufzunehmen. Brendle zufolge müssten elf Milliarden Euro investiert werden, um den Güterverkehr auf der Schiene bis 2025 zu verdoppeln.

dpa

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