Bahntarifstreit: Bahn und Lokführer verhandeln über Knackpunkte

Frankfurt/Main - Im festgefahrenen Bahntarifstreit verhandeln die Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL nun wieder über die Knackpunkte wie Gehaltssteigerungen und Arbeitszeiten. "Wir sind bei der Arbeit und rechnen und schauen, ob wir weiterkommen", sagte GDL-Chef Manfred Schell am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa in Frankfurt.

Nach der Verhandlungspause über den Jahreswechsel gehe es bei den Gesprächen nun um die entscheidenden Themen. Schell nahm selbst an den Verhandlungen teil, Bahn-Chef Hartmut Mehdorn war nach seinen Worten aber nicht dabei.

Bis Samstag wollen Bahn und die Gewerkschaft der Lokomotivführer herausfinden, ob eine Einigung möglich ist und neue Streiks verhindert werden können. "Die Entscheidung wird in dieser Woche fallen", sagte Schell. Die Gespräche würden am Donnerstag und Freitag fortgesetzt, Ort und Zeit sind nicht bekannt. Die GDL will bei einem Scheitern der Verhandlungen vom 7. Januar an wieder streiken.

Schell zeigte sich zuversichtlich, dass auch nach der monatelangen Hängepartie noch eine Einigung möglich ist. "Bis zur Stunde sind wir optimistisch." Die Bahn hatte mindestens acht Prozent mehr Geld geboten, ihr Angebot nach dem vorübergehenden Abbruch der Gespräche vor Weihnachten aber zurückgezogen. Die GDL forderte zuletzt mindestens zehn Prozent mehr Geld und einen eigenständigen Tarifvertrag.

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