Bahnverspätung: EU-weit gibt es Geld zurück

- Brüssel - Bahnreisende bekommen bei Verspätungen von mehr als einer Stunde künftig Geld zurück. Das haben die Verkehrsminister der 25 EU-Staaten für alle internationalen Verbindungen beschlossen. Kommt ein Zug bis zu zwei Stunden später an als geplant, können die Fahrgäste ein Viertel des Ticketpreises zurückverlangen.

Bei größeren Verspätungen oder Zugausfällen muss die Bahn den halben Fahrpreis ersetzen. Der Ministerrat stellte die Weichen für mehr Wettbewerb im grenzüberschreitenden Bahnverkehr und einen international gültigen Lokführerschein. Gebilligt wurde zudem die Einführung einer schwarzen Liste für unsichere Fluggesellschaften. Pauschalreisende haben bald das Recht, zu erfahren, mit welcher Linie sie fliegen. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee meinte, die neue Bahn-Verordnung soll 2006 in Kraft treten.

Über die Marktöffnung im internationalen Bahnverkehr sagte er: "Wir sehen in anderen Feldern der Liberalisierung, dass es in der Regel zu Gunsten der Kunden ist." Bis zuletzt hatten die EU-Staaten um die Frage gerungen, ob Verluste im Nahverkehr weiter mit Gewinnen aus dem Fernverkehr ausgeglichen werden dürften. Sie können künftig von allen Anbietern des Fernverkehrs eine Abgabe zu Gunsten des Nahverkehrs erheben.

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