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Produktion bei der Stada AG in Bad Vilbel. Der Pharmakonzern stellt Nachahmermedikamente und rezeptfreie Markenprodukte her. Foto: Frank Rumpenhorst

Pharmaunternehmen

Bain und Cinven mit höherem Angebot für Stada-Übernahme

Um zwei Prozentpunkte hatten Bain und Cinven mit ihrem ersten Angebot für Stada die erforderliche Annahmequote verpasst. Nun legen die Investoren nach - mit Erlaubnis der Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin.

Frankfurt/Main (dpa) - Die Finanzinvestoren Bain Capital und Cinven nehmen einen neuen Anlauf zur Übernahme des Pharmaunternehmens Stada. Zuvor einigten sich die Bieter mit dem MDax-Konzern über ein verbessertes Angebot.

Die Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin hob daraufhin die einjährige Sperrfrist für eine neue Offerte auf. Die Aktie von Stada lag am frühen Montagnachmittag mit 1,1 Prozent stabil im Plus bei 65,25 Euro.

Mit ihrem ersten Angebot waren Bain und Cinven kürzlich nur knapp an der Mindestannahmeschwelle gescheitert. Um den Deal nun in trockene Tücher zu bringen, legte das Investorenduo in einigen Bereichen nach: So erhöhten Bain und Cinven ihr Gebot um 25 Cent auf 66,25 Euro je Aktie, wie die Parteien am Montag mitteilten. Die Mindestannahmeschwelle wurde auf 63 Prozent gesenkt und die Annahmefrist auf vier Wochen verkürzt.

Vorstand und Aufsichtsrat von Stada unterstützten das neue Angebot. Dieses sei "in wesentlichen Aspekten" verbessert worden. Die Transaktion sei im besten Interesse des Unternehmens und der Aktionäre, so Stada. Die Investoren haben eigenen Angaben zufolge bereits feste Zusagen von Aktionären über rund 19,6 Prozent des Grundkapitals erhalten.

Bain und Cinven waren Ende Juni mit ihrer ersten Offerte über 66 Euro je Aktie knapp gescheitert, die Stada inklusive Schulden mit etwas mehr als 5,3 Milliarden Euro bewertet hatte. Das Investorenduo verfehlte die erforderliche Annahmequote von 67,5 Prozent allerdings nur um rund 2 Prozentpunkte, so dass schnell Gerüchte über eine neue Offerte die Runde machten. Zahlreiche Aktionäre hätten Bain und Cinven gebeten, einen zweiten Anlauf zu machen, teilten die Parteien weiter mit. Wenn die Bafin dem nicht zugestimmt hätte, hätten die Investoren nach dem gescheiterten Versuch erst wieder 2018 einen neuen Anlauf für den Hersteller von Nachahmermedikamenten und rezeptfreien Markenprodukten wie Grippostad unternehmen können.

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