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Betriebsrat und Management von Opel wollen ihren Streit beilegen

Bald wieder Bewegung in Opel-Verhandlungen

Rüsselsheim/Frankfurt - Betriebsrat und Management von Opel wollen ihren Streit beilegen und wieder über die Zukunft des Autobauers verhandeln.

Er sei zuversichtlich, dass sich beide Seiten bald wieder an einen Tisch setzen werden, sagte ein Opel-Sprecher am Samstag der Deutschen Presse-Agentur dpa in Frankfurt. “Das wird jetzt wieder klappen.“ Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende des Autobauers, Klaus Franz, betonte, die Arbeitnehmerseite sei “zu konstruktiven Verhandlungen mit dem Management bereit“. Er erwarte jedoch Kompromissbereitschaft. Einen konkreten Termin für neue Gespräche gab es zunächst nicht.

Der seit Mitte Januar amtierende Opel-Chef Nick Reilly hatte sich wiederholt den Zorn der Belegschaft zugezogen - unter anderem, weil er Anfang dieser Woche einen Sanierungsplan vorstellte, ohne diesen zuvor mit der Arbeitnehmerseite abzustimmen. Das Management verlangt von den Mitarbeitern einen Sanierungsbeitrag von jährlich 265 Millionen Euro in den Jahren 2010 bis 2014. Betriebsräte und Gewerkschaften lehnen diese Forderung ab, unter anderem weil sie das Aus des belgischen Standorts Antwerpen nicht mittragen wollen.

Reilly kann nicht mit dem Kopf durch die Wand“, sagte Franz der dpa. “Wir alle müssen kompromissbereit sein, Bewegung erwarte ich aber in erster Linie vom Management.“ Der Betriebsratschef und Vizevorsitzende des Opel-Aufsichtsrates sagte: “Wir müssen intern zu einer Lösung kommen und wieder gemeinsam gegenüber der Politik auftreten.“ Der Autobauer hofft auf Staatshilfe in Milliardenhöhe - allein der Bund und die vier Bundesländer mit Opel-Standorten sollen nach Opel-Vorstellungen 1,5 Milliarden Euro schultern.

dpa

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