Bankbeschäftigte protestieren gegen Stellenabbau

Fünf Tage nach Bekanntgabe der Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank wollen Beschäftigte ihrem Unmut über den angekündigten Stellenabbau Luft machen.

Die Gewerkschaft ver.di rief Bankbeschäftigte für heute (Freitag/09.30) zu einer Kundgebung in der Frankfurter Innenstadt auf. Anschließend soll es eine Demonstration durch das Bankenviertel geben. Eigentlicher Anlass des Protestes ist die laufende Tarifauseinandersetzung bei den privaten und öffentlichen Banken. Dabei verlangt ver.di für 250 000 Beschäftigte acht Prozent mehr Geld, mindestens aber 260 Euro. Die Tarifverhandlungen sollen am 16. September in Köln in die vierte Runde gehen.

Der Protest in Frankfurt soll aber auch dazu genutzt werden, um den Unmut über die Milliardenfusion von Commerzbank und Dresdner Bank zu bekunden. Im Zuge der Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank sollen weltweit 9000 von insgesamt 67 000 Vollzeitstellen gestrichen werden. Die Beschäftigten der Dresdner Bank befürchten, dass vor allem sie von dem Jobabbau betroffen sein werden. Der Betriebsratsvorsitzende der Dresdner-Bank-Zentrale Hans-Georg-Binder, geht davon aus, dass in Frankfurt 4700 Stellen wegfallen werden.

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