Banken und einige Dienstleister langen zu

- Wiesbaden - Sinkende Lebensmittelpreise haben die Inflation in Deutschland im April auf 1,0 Prozent gedrückt. Im März hatte die jährliche Teuerungsrate noch bei 1,2 % gelegen. Dies berichtete das Statistische Bundesamt. Damit wurde die erste Schätzung für den jährlichen Anstieg der Verbraucherpreise von zunächst 1,1 % nach unten korrigiert. Preistreiber waren vor allem Banken und einige Dienstleister.

<P>Bankdienste fallen mit einem Plus von 8,2 % im Jahresvergleich deutlich aus dem Rahmen. In Hotels und Pensionen mussten 6,2 % mehr bezahlt werden. Auch Parkhäuser erhöhten ihre Gebühren um 2,3 %. Geringe Aufschläge beobachteten die Statistiker bei chemischen Reinigungen (0,2 %) und Friseuren (0,9 %). Beide Dienstleistungssparten waren vor gut einem Jahr im Zusammenhang mit der Einführung des Eurobargeldes wegen deutlicher Preissteigerungen kritisiert worden.</P><P>Allein von März auf April gaben die Verbraucherpreise im Schnitt um 0,3 % nach. Dafür sorgte insbesondere der nach unten gerichtete Trend bei Mineralölerzeugnissen. Leichtes Heizöl war im Berichtsmonat 19,3 %, Benzin und Diesel 3,8 % billiger als im März. Ohne Heizöl und Kraftstoffe wären die Verbraucherpreise 1,0 % höher gewesen als im April 2002. Leichtes Heizöl war nur 2,0 % günstiger als vor einem Jahr, Benzin aber 1,5 % teurer.</P><P>Der preisdämpfende Effekt ging in erster Linie von den Lebensmitteln aus, die 1,1 % günstiger eingekauft werden konnten als vor einem Jahr. Gemüse kostete 5,0 %, Obst 4,3 % und Bohnenkaffee 4,8 % weniger. Im Vergleich zum März 2003 registrierte das Bundesamt jedoch einen Anstieg der Lebensmittelpreise um 0,3 %. <BR></P>

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