Banken stoßen Karstadt-Kredite ab

- Essen - Immer mehr Gläubigerbanken gehen auf Distanz zum angeschlagenen Handelskonzern Karstadt-Quelle und trennen sich von ihren Kreditengagements bei Europas größtem Warenhaus- und Versandhandelskonzern. Die Landesbank Baden-Württemberg, die HypoVereinsbank, die Westdeutsche Landesbank und die Hessisch-Thüringische Landesbank hätten zusammen bereits Darlehen von mehr als 300 Millionen Euro unter Nennwert an Investmentbanken und Hedge-Fonds verkauft, berichtete die "Financial Times Deutschland".

<P>Karstadt-Sprecher Jörg Howe bestätigte die Kreditverkäufe, wies aber die Interpretation von Analysten zurück, dass die Gläubiger Karstadt fallen lassen. "Es handelt sich um normale Geschäftstransaktionen unter Banken." Schon die Tatsache, das Goldman Sachs die Kredite auch für Pensionsfonds aufkaufe, zeige: "Das ist kein Engagement, wo man furchtsam die Hände zusammenschlägt", betonte Howe. "Die legen ihren Schwerpunkt auf Rendite und Langfristigkeit."<BR><BR>Er bestätigte zugleich, dass die Gespräche über einen Verkauf der Karstadt-Beteiligung am Deutschen Sportfernsehen (DSF) weit fortgeschritten seien. "Wir rechnen bald mit dem Abschluss." Laut dem "Handelsblatt" will der Münchner Medienkonzern EM.TV die Anteile für bis zu 28 Millionen Euro übernehmen. Derzeit halten EM.TV und Karstadt-Quelle jeweils ca. 40 Prozent an DSF.</P><P> </P>

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