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Die Banken wollen eine feste Gebühr für das Geldabheben an Automaten.

Geldabheben am Automat wird günstiger 

Berlin - Wer an einem fremden Geldautomaten abhebt, soll nach den Plänen der deutschen Banken künftig eine einheitliche Gebühr im einstelligen Euro-Bereich zahlen - zumindest vorerst.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa vom Mittwoch soll für eine Übergangszeit ein festgesetzter Betrag als Kundengebühr gelten - eine Höhe zwischen 5 und 7 Euro gilt hierbei als möglich. Nach der Übergangszeit soll sich der Betrag am Markt bilden. Geplant ist auch, dass die Kunden am Automaten sehen, wie hoch die Gebühr genau ist. Darauf hatten sich Sparkassen, Volksbanken und Privatbanken am Montag geeinigt.

Die Zeitung “Die Welt“ berichtete, dass eine einheitliche Obergrenze für Gebühren an fremden Geldautomaten näher rücke. Die Kunden zahlen derzeit einen Mindestpreis, der je nach Bank auch schon bei 10 Euro liegen kann, wenn sie an einem Geldautomaten abheben, der nicht zu ihrer Bank gehört. Das Bundeskartellamt will prüfen, ob die Gebühren überhöht sind oder nicht. Die FDP-Fraktion im Bundestag hatte eine Selbstverpflichtung der Banken für eine Obergrenze von 5 bis 7 Euro gefordert, die SPD im Bundestag will eine Gebühr bei 2 Euro deckeln.

Derzeit rechnen die Geldinstitute die Kosten intern ab. Dies soll nach den Plänen künftig entfallen. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) spricht an diesem Freitag mit dem Bundesverband deutscher Banken. Sie dringt auf mehr Kundenfreundlichkeit. Bei dem Spitzentreffen geht es neben den Gebühren auch um den “Beipackzettel“ bei Geldanlagen und eine Zwischenbilanz der neuen Beratungsprotokolle. “Ministerin Aigner ist in intensivem Dialog mit den Banken“, sagte Ministeriumssprecher Holger Eichele. An diesem Freitag finde eines von vielen Gesprächen mit den Spitzen der Kreditwirtschaft statt. Er bestätigte einen entsprechenden Bericht der “Bild“-Zeitung.

dpa

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