Bankenfusion in München perfekt

- München - Die jüngste Banken-Fusion in München ist perfekt. Die beiden genossenschaftlichen Finanzhäuser Münchner Bank eG und Raiffeisenbank München eG werden rückwirkend zum Jahresanfang 2005 verschmolzen. Die Münchner Bank ist das übernehmende Institut. Der neue Name lautet "Münchner Bank".

In getrennten Versammlungen haben die Mitgliedervertreter beider Banken der Fusion zugestimmt - die der Münchner Bank einstimmig, die der Raiffeisenbank "nahezu einstimmig", sagt der Fusionsbeauftragte Jürgen Partenheimer, der bisher Aufsichtsratsvorsitzender der Münchner Bank war und auch Aufsichtsratschef der fusionierten Bank wird.<BR><BR>Neuer Vorstandsvorsit-zender wird kein Manager aus den beiden fusionierten Banken, sondern Peter Heinrich, der bisher Vorstand der Sparkasse Rottal/Inn und früher bei der Münchner Stadtsparkasse war. Aus dem Vorstand der Raiffeisenbank kommt Hans-Ulrich Römhildt dazu. Ihr Vorstandsvorsitzender Peter Blümler und ihr Vorstand Bernd Siebler scheiden dagegen aus. Aus dem Vorstand der Münchner Bank gehören der bisherige Vorstandschef Andreas de Forestier, Anton Haak und Wilhelm Bendel dem künftig fünfköpfigen Führungsgre-mium an. In den Aufsichtsrat gewählt wurden der frühere Landeszentralbank-Präsident Erich Fein, der frühere Chef der Lebensversicherung von 1871, Werner Kunzfeld, Eberhard Sasse, Inhaber der Dr. Sasse AG, und der Kaufmann Peter Wiedemann aus Bad Tölz. Hinzu kommen fünf Arbeitnehmervertreter.<BR><BR>"Schwere, arbeitsreiche Monate liegen hinter uns", sagte Partenheimer. "Aber wenn der absolute Wille zur Verschmelzung auf beiden Seiten vorhanden ist, wird der Erfolg nicht ausbleiben." Es handelt sich um eine genossenschaftliche Großfusion. Die neue Münchner Bank mit Hauptsitz am Frauenplatz ist mit einer Bilanzsumme von 2,235 Milliarden Euro die zweitgrößte genossenschaftliche Bank Bayerns. Sie hat 51 451 Mitglieder und verfügt über Einlagen von 1,648 Milliarden Euro, ein Kreditvolumen von 1,204 Milliarden Euro sowie ein haftendes Eigenkapital von 154 Millionen Euro.<BR><BR>Über die Folgen der Fusion wird der Vorstand nun zu beraten haben. Sechs oder sieben der insgesamt 42 Filialen werden wohl schon deshalb geschlossen werden, weil die beiden Banken an manchen Orten Niederlassungen zum Teil nur einen Steinwurf voneinander entfernt haben.

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