Bankenfusionen als Folge der Finanzkrise erwartet

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Berlin (dpa) - Die Schweizer Großbank Credit Suisse rechnet wegen der vom US-Immobilienmarkt ausgelösten internationalen Finanzmarktturbulenzen mit Fusionen im Bankensektor. "In der Vergangenheit gab es im Anschluss an eine Krise immer wieder Zusammenschlüsse.

Mich würde nicht überraschen, wenn das auch dieses Mal so ist", sagte Credit-Suisse-Verwaltungsratspräsident Walter Kielholz der "Welt am Sonntag". Sein Haus werde sich daran allerdings nicht beteiligen. "Uns bringen große Übernahmen nichts", sagte er. Er könne sich höchstens "gezielte Zukäufe" in der Vermögensverwaltung vorstellen. Im Investmentbanking werde die Bank weiter aus eigener Kraft wachsen.

Von einem schnellen Ende der Krise in der Finanzbranche geht Kielholz nicht aus. Es werde noch eine ganze Zeit dauern, bis sich die Situation in den betroffenen Märkten wieder normalisiert habe. "Ich gehe von bis zu eineinhalb Jahren aus", sagte er. Jetzt komme es darauf an, die richtigen Schlüsse aus der Krise zu ziehen. Vertrauen lasse sich nur durch erhöhte Transparenz zurückgewinnen.

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