+
Jürgen Fitschen (Deutsche Bank), Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB).

Jürgen Fitschen

Bankenpräsident warnt vor Sanktionen gegen Putin

Berlin - Bankenpräsident Jürgen Fitschen warnt im Krim-Konflikt mit Russland vor den Folgen von Sanktionen.

„Eine Neuauflage des Kalten Krieges sollten wir unter allen Umständen vermeiden“, sagte Fitschen der Wochenzeitung „Die Zeit“. Im Fall von Sanktionen sehe er „die Gefahr, dass Russland sich noch weiter vom Westen distanziert. Das wäre weder für Deutschland noch Europa gut, politisch wie wirtschaftlich.“ Die Wirtschaftsbeziehungen mit Russland seien beträchtlich: „Deutsche Unternehmen haben dort mehr als 20 Milliarden US-Dollar investiert. Es gibt mehr als 6000 Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung.“

Nehme man die Ukraine allein, so seien die Folgen für die deutsche Wirtschaft begrenzt, sagte der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), zugleich Co-Chef der Deutschen Bank. Das gelte auch für die deutschen Banken: „Sie hatten Ende letzten Jahres offene Forderungen in Höhe von 835 Millionen Euro. Das wirft niemanden um“, erklärte Fitschen. Entscheidend sei die Frage, „ob der Konflikt eskaliert und wir in eine Spirale gegenseitiger Sanktionen geraten“.

Die wichtigsten Akteure der Krim-Krise

Die wichtigsten Akteure der Krim-Krise

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Stada-Übernahme durch Finanzinvestoren gescheitert
Die Übernahme von Stada durch Bain und Cinven ist geplatzt. Für den Deal verfehlten die Finanzinvestoren knapp die erforderliche Zustimmung der Aktionäre. Die Aktie …
Stada-Übernahme durch Finanzinvestoren gescheitert
Zehn Euro für "gebührenfreies" Girokonto?
Bad Homburg/Stuttgart (dpa) - Die Wettbewerbszentrale geht erneut gegen aus ihrer Sicht irreführende Werbung einer Bank vor.
Zehn Euro für "gebührenfreies" Girokonto?
Dax startet mit leichtem Plus in die Woche
Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Montagnachmittag merklich an Schwung verloren und sein zwischenzeitlich klares Plus mehr als halbiert. Der Dax …
Dax startet mit leichtem Plus in die Woche
Mehr als halbe Milliarde Dollar: BMW investiert in US-Werk Spartanburg
BMW plant große Investitionen in sein Werk im US-Bundesstaat South Carolina. Rund eine halbe Milliarde US-Dollar sollen in den Standort Spartanburg fließen.
Mehr als halbe Milliarde Dollar: BMW investiert in US-Werk Spartanburg

Kommentare