Barroso verteidigt Pläne zur Entmachtung von Energiekonzernen

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Brüssel (dpa) - EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat die Pläne seiner Behörde zur Entmachtung der großen Strom- und Gaskonzerne verteidigt. "Der Status Quo kann nicht so weitergehen", sagte er in Brüssel. "Ohne eine Änderung wird die Wettbewerbsverzerrung und die Zersplitterung des Marktes weitergehen, der Verbraucher wird die Zeche zahlen."

Die Brüsseler Behörde verabschiedete ihren mit Spannung erwarteten Plan, der zwei Optionen vorsieht: Nach der einen Variante müssen Unternehmen, die Energie produzieren und transportieren, ihre Netze komplett ausgliedern. Als Alternative können sie die Leitungen zwar behalten, müssen sie aber einem unabhängigen Betreiber überlassen.

Die Kommission will mit diesem Schritt den Wettbewerb auf den Märkten für Strom und Gas stärken. Die Kunden sollten "eine echte Wahl" ihres Anbieters bekommen. Der Vorschlag sieht auch vor, dass die Verbraucher monatlich über ihren Energieverbrauch und die Kosten informiert werden, erläuterte die Brüsseler Behörde.

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