Barroso verteidigt Pläne zur Entmachtung von Energiekonzernen

-

Brüssel (dpa) - EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat die Pläne seiner Behörde zur Entmachtung der großen Strom- und Gaskonzerne verteidigt. "Der Status Quo kann nicht so weitergehen", sagte er in Brüssel. "Ohne eine Änderung wird die Wettbewerbsverzerrung und die Zersplitterung des Marktes weitergehen, der Verbraucher wird die Zeche zahlen."

Die Brüsseler Behörde verabschiedete ihren mit Spannung erwarteten Plan, der zwei Optionen vorsieht: Nach der einen Variante müssen Unternehmen, die Energie produzieren und transportieren, ihre Netze komplett ausgliedern. Als Alternative können sie die Leitungen zwar behalten, müssen sie aber einem unabhängigen Betreiber überlassen.

Die Kommission will mit diesem Schritt den Wettbewerb auf den Märkten für Strom und Gas stärken. Die Kunden sollten "eine echte Wahl" ihres Anbieters bekommen. Der Vorschlag sieht auch vor, dass die Verbraucher monatlich über ihren Energieverbrauch und die Kosten informiert werden, erläuterte die Brüsseler Behörde.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

SEC brummt Deutsche-Bank-Töchtern Millionenstrafe auf
Washington (dpa) - Die Deutsche Bank kommen Regelverstöße in den USA abermals teuer zu stehen. Die US-Börsenaufsicht SEC brummte zwei US-Töchtern des Geldhauses wegen …
SEC brummt Deutsche-Bank-Töchtern Millionenstrafe auf
Dax schließt nach Trumps Rundumschlag klar im Minus
Frankfurt/Main (dpa) - Der jüngste Rundumschlag von Donald Trump hat den Dax am Freitag deutlich ins Minus gedrückt. Der US-Präsident heizte den Handelskonflikt weiter …
Dax schließt nach Trumps Rundumschlag klar im Minus
Ford ruft in Deutschland knapp 190.000 Autos zurück
Köln (dpa) - Der Autobauer Ford muss wegen Problemen an der Kupplung in Deutschland fast 190.000 Fahrzeuge zurückrufen.
Ford ruft in Deutschland knapp 190.000 Autos zurück
Merkel äußert sich zu drohender Thyssenkrupp-Zerschlagung
Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich indirekt gegen eine drohende Zerschlagung des Industriekonzerns Thyssenkrupp ausgesprochen.
Merkel äußert sich zu drohender Thyssenkrupp-Zerschlagung

Kommentare