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EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat die Euroländer in ungewöhnlich deutlicher Sprache aufgerufen, sich beim Sondergipfel auf eine neue Griechenland-Hilfen zu einigen.

Barroso warnt: Lage ist sehr ernst

Brüssel - EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat die Euroländer in ungewöhnlich deutlicher Sprache aufgerufen, sich beim Sondergipfel auf eine neue Griechenland-Hilfen zu einigen.

“Die Lage ist sehr ernst“, sagte Barroso am Mittwoch in Brüssel. Barroso sagte bei einem kurzfristig angesetzten Statement weiter: “Mit gutem Willen von allen Seiten können wir eine Lösung haben.“ Alle Seiten müssten nun Verantwortung zeigen. Dabei schloss er auch die Europäische Zentralbank mit ein, die sich gegen eine Einbeziehung von Banken und Versicherungen bei einem neuen Hilfspaket wehrt. Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone werden am Donnerstag in Brüssel zu einem Sondertreffen in Brüssel erwartet.

Strittig ist immer noch, wie die Banken zur Griechenlandhilfe herangezogen werden. Barroso kündigte an, sein Haus habe eine Task Force zu Griechenland eingerichtet. Sie soll Expertenhilfe für das Krisenland organisieren. Es geht auch um die schnellere Auszahlung von Mitteln aus milliardenschweren EU-Fördertöpfen. “Wir brauchen Wachstum für Griechenland“, sagte der Portugiese. Laut Barrosos Sprecherin soll die Arbeitsgruppe von dem Deutschen Horst Reichenbach geführt werden. Er habe bisher hohe Posten bei der Osteuropabank in London und der Kommission gehabt.

dpa

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