BASF will Ciba übernehmen

Der Chemiekonzern BASF will seinen Schweizer Konkurrenten Ciba schlucken. Mit der Offerte, die Ciba mit 3,8 Milliarden Euro bewertet, soll das Geschäftsfeld Spezialitätenchemie von BASF gestärkt werden, wie die Unternehmen am Montag in Ludwigshafen und Basel mitteilten.

Pro Aktie würden 50 Schweizer Franken geboten, was einem Zuschlag von knapp einem Drittel gegenüber dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag entspricht.

Der Verwaltungsrat von Ciba begrüßte das Angebot von BASF. Den Aktionären werde empfohlen, die Übernahmeofferte anzunehmen, hieß es. "Diese Transaktion basiert auf einem fairen Preis für unsere Aktionäre", sagte Verwaltungsratschef Armin Meyer. BASF habe zugesagt, wichtige Standorte in der Schweiz zu erhalten.

Das Übernahmeangebot soll am 1. Oktober starten und bis zu 30 Tage lang laufen. BASF will die Transaktion spätestens im ersten Quartal kommenden Jahres unter Dach und Fach bringen. "Wir erwarten, dass sie im zweiten Jahr positiv zum Ergebnis pro Aktie beitragen wird", sagte Konzernchef Jürgen Hambrecht.

Ciba kam den Angaben zufolge im vergangenen Jahr mit 13 000 Mitarbeitern auf einen Umsatz von 4 Milliarden Euro. BASF setzte 57,9 Milliarden Euro um und beschäftigte zuletzt 95 000 Menschen.

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