Bau: Nicht schwarz sehen

- München - Die Bedrohung durch Billigpreis-Konkurrenz nach der Osterweiterung der EU ist für die bayerische Bauwirtschaft möglicherweise nicht so groß wie befürchtet. Der Präsident der Bayerischen Baugewerbeverbände Helmut Hubert warnte in München davor, die Zukunft für die derzeit rund 780 000 Baubeschäftigten in Deutschland "nur noch schwarz" zu sehen.

<P>In die neuen EU-Länder werde viel Geld fließen, sodass sich dort eine sehr starke Binnennachfrage entwickeln und viele der Bau-Mitarbeiter im Lande bleiben würden, sagte Hubert voraus. Unabhängig davon sei die Lage für die Bau- und Ausbaubetriebe im Grenzland zu Tschechien "äußerst schwierig". Hubert glaubt insbesondere nicht an einen großen Ansturm tschechischer Bauhandwerker auf Bayern, weil in Tschechien eine große Nachfrage herrsche. <BR>Andererseits böten sich für bayerische Bau-Betriebe aber auch keine Chancen im östlichen Nachbarland, außer mit Führungspersonal, Spezialisten und Baumaschinen tätig zu werden, weil die deutschen Löhne nicht konkurrenzfähig seien. In den Grenzregionen bekämen Betriebe, die Angebote mit westdeutschen Löhnen kalkulierten, so gut wie keine Aufträge mehr. <BR><BR>Für das bayerische Bau- und Ausbaugewerbe zeichnet sich nach einem neuerlichen Umsatzrückgang um 4,1 % im vergangenen Jahr nach den Worten Huberts eine "Umsatzstabilisierung" ab. Im Vergleich zu 2003 habe sich der baugewerbliche Umsatz im Januar um 5,8 % erholt.</P><P> </P>

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