Bauindustrie erwartet weiteren Stellenabbau

- Berlin - Die Bauindustrie sah sich früher gerne als die Konjunkturlokomotive in Deutschland. Doch diese Zeiten sind lange vorbei: Trotz der optimistischen Wirtschaftsprognosen werden auch in diesem Jahr erneut zehntausende Arbeitsplätze verschwinden, wie in der Branche gefürchtet wird.

Damit zeige sich erneut, dass sich die Entwicklung der Bauinvestitionen von der Entwicklung der Gesamtkonjunktur "abgekoppelt" habe, sagte der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, Heinz-Werner Bonjean, am Dienstag in Berlin.

Allerdings sieht der Branchenverband Licht am Ende des Tunnels: Nachdem die Bauinvestitionen im Vorjahr um fünf Prozent gesunken seien, werde für 2006 nur noch ein Minus von zwei Prozent erwartet, sagte Bonjean. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, bestehe die Hoffnung, dass es 2007 besser laufen könnte.

Anlass zur Skepsis bietet seiner Ansicht nach allerdings die Politik der großen Koalition. Die neuen Steuergesetze seien im Kern "ein Programm zur Verhinderung von Bautätigkeit". Neben der vorgesehene Erhöhung der Mehrwertsteuer kritisierte er vor allem die Abschaffung der Eigenheimzulage und der degressiven Abschreibung bei Mietshäusern.

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