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Seit Montag galt ein Baustopp auf dem Hauptstadtflughafen, jetzt kann weitergemacht werden. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

Baustelle am Flughafen BER wieder frei

Es wurde schon über die nächste Terminverschiebung für den Hauptstadtflughafen spekuliert. Grund waren Statikprobleme, verursacht durch zu schwere Ventilatoren. Nun war wohl doch alles halb so schlimm.

Schönefeld (dpa) - Im zentralen Abfertigungsgebäude des künftigen Hauptstadtflughafens (BER) in Schönefeld kann weitergebaut werden. Das Bauordnungsamt des Landkreises Dahme-Spreewald hat die am Montag voriger Woche verhängte Sperrung des Terminals wieder aufgehoben.

Das sei nach Auswertung der von der Flughafengesellschaft vorgelegten Prüfberichte und des Brandschutzkonzeptes für die Baustelle entschieden worden, teilte der Landkreis am Donnerstag mit.

Die Behörde sei bei einer Prüfung am Donnerstag im Terminal "sehr deutlich zur Einschätzung gelangt, dass die sofortige Baufreigabe erteilt werden kann", stellte Landrat Stephan Loge fest.

Die Flughafengesellschaft hatte zuvor Standsicherheitsnachweise für 15 Technikbühnen übergeben, auf denen Rauchgas-Ventilatoren installiert sind. Einige davon waren deutlich schwerer als nach den ursprünglichen Statik-Berechnungen erlaubt. Die Technikbühnen sind an der Dachkonstruktion des Terminals befestigt.

Mit den Ventilatoren soll bei einem Brand der Qualm ins Freie geblasen werden. Ein längerer Stopp auf der Baustelle hätte möglicherweise den Zeitplan für die Eröffnung des Flughafens in der zweiten Jahreshälfte 2017 wieder ins Wanken gebracht.

Ursprünglich sollte der Airport als Ersatz für Tegel und Schönefeld bereits im Oktober 2011 in Betrieb gehen. Wegen schwerer Bau- und Planungsfehler musste der Termin viermal verschoben werden.

Die besonders schweren Ventilatoren, die das eigentlich geplante Gewicht um das Doppelte überschritten, wurden laut Flughafen zunächst zusätzlich befestigt. Nun sollen Statiker und Planer "die endgültige Lösung für die fünf Technikbühnen mit den schweren Entrauchungsventilatoren" erarbeiten, "so dass diese nicht nur standsicher sind, sondern auch gefahrlos wie vorgesehen in Betrieb genommen werden können", hieß es in der Mitteilung.

Nach einem Bericht des Magazins "Der Spiegel" wurden die fraglichen Ventilatoren in den Jahren 2008 und 2009 installiert. Die Flughafengesellschaft habe 2007 in einer Ausschreibung für Rauchgasventilatoren auf Gewichtsangaben verzichtet. Dabei sei den Baumanagern bekanntgewesen, dass die Deckenbühnen des Terminals mit maximal zwei Tonnen belastet werden dürfen, berichtete der "Spiegel". Die fünf schwersten Ventilatoren wögen jedoch jeweils mehr als vier Tonnen.

Flughafen Pressemitteilungen

Mitteilung Bauaufsicht

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