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Bavaria erhält neue Firmenstruktur

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- München - Ein Jahr nach der Schleichwerbungsaffäre bei der Produktionsfirma Bavaria Film hat der Aufsichtsrat eine neue Struktur für das Unternehmen beschlossen. «Die Affäre hat dazu beigetragen, dass unsere Gesellschafter einiges hinterfragt haben, auch die Firmenstruktur.»

Das sagte der neue Bavaria-Geschäftsführer Matthias Esche dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». Die Bavaria sei in den vergangenen zehn Jahren vom regional zum bundesweit tätigen Unternehmen gewachsen. Dieser Veränderung will das Unternehmen durch die Einrichtung einer Holding namens «Bavaria-Film» Rechnung tragen. «So wird die Firmengruppe übersichtlicher und transparenter.»

Esche ist Nachfolger des früheren Bavaria-Chefs Thilo Kleine, der im vergangenen Sommer über die Affäre gestürzt war. Bei Produktionen für die ARD-Serien «Marienhof» und «In aller Freundschaft» war es zu verbotener Schleichwerbung gekommen. Verschiedene Unternehmen hatten über eine Vermittlungsagentur ihre Produkte gegen Entgelt platzieren können.

Künftig soll Bavaria nach den Vorstellungen von Esche zu einer Anlaufstelle für junge Autoren und Regisseure jenseits des Mainstreams werden. «Mit Marcus Mittermeier arbeiten wir schon konkret an seinem Nachfolgeprojekt zu ,Muxmäuschenstill`, einer schrägen Mediengeschichte». Im TV-Bereich sei zudem ein Projekt über München 1972 sowie sowie ein «Großprojekt» über die Industriellenfamilie Krupp für das ZDF in Arbeit.

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