Bavaria erhält neue Firmenstruktur

- München - Ein Jahr nach der Schleichwerbungsaffäre bei der Produktionsfirma Bavaria Film hat der Aufsichtsrat eine neue Struktur für das Unternehmen beschlossen. "Die Affäre hat dazu beigetragen, dass unsere Gesellschafter einiges hinterfragt haben, auch die Firmenstruktur."

Das sagte der neue Bavaria-Geschäftsführer Matthias Esche dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Die Bavaria sei in den vergangenen zehn Jahren vom regional zum bundesweit tätigen Unternehmen gewachsen. Dieser Veränderung will das Unternehmen durch die Einrichtung einer Holding namens "Bavaria-Film" Rechnung tragen. "So wird die Firmengruppe übersichtlicher und transparenter."

Esche ist Nachfolger des früheren Bavaria-Chefs Thilo Kleine, der im vergangenen Sommer über die Affäre gestürzt war. Bei Produktionen für die ARD-Serien "Marienhof" und "In aller Freundschaft" war es zu verbotener Schleichwerbung gekommen. Verschiedene Unternehmen hatten über eine Vermittlungsagentur ihre Produkte gegen Entgelt platzieren können.

Künftig soll Bavaria nach den Vorstellungen von Esche zu einer Anlaufstelle für junge Autoren und Regisseure jenseits des Mainstreams werden. "Mit Marcus Mittermeier arbeiten wir schon konkret an seinem Nachfolgeprojekt zu ,Muxmäuschenstill`, einer schrägen Mediengeschichte". Im TV-Bereich sei zudem ein Projekt über München 1972 sowie sowie ein "Großprojekt" über die Industriellenfamilie Krupp für das ZDF in Arbeit.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dax mit zweitgrößtem Tagesverlust des Jahres
Frankfurt/Main (dpa) - Die negative Mischung aus internationalem Handelsstreit, politischer Unsicherheit in Deutschland und einem sehr schwachen New Yorker Aktienmarkt …
Dax mit zweitgrößtem Tagesverlust des Jahres
USA wollen China Käufe von Technologiefirmen verbieten
US-Präsident Donald Trump dreht im Handelsstreit mit China weiter an der Eskalationsschraube. Nach Strafzöllen könnten nun weitere Hürden folgen.
USA wollen China Käufe von Technologiefirmen verbieten
Rückruf mehrerer Produkte: Nach Verzehr drohen Gesundheitsgefahren
Wegen möglicher Gesundheitsrisiken hat ein Lebensmittelhersteller mehrere seiner Produkte zurückgerufen. Wegen überschrittener Grenzwerte können sie Sehstörungen …
Rückruf mehrerer Produkte: Nach Verzehr drohen Gesundheitsgefahren
Saarland will Standort von Tesla-Fabrik werden
Saarbrücken (dpa) - Das Saarland bringt sich als Fabrik-Standort für den Elektroauto-Hersteller Tesla ins Gespräch.
Saarland will Standort von Tesla-Fabrik werden

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.