Bavaria vorerst ohne neuen Chef

- Hamburg - Die Münchner Produktionsfirma Bavaria Film wird nach Angaben des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" vorerst keinen neuen Geschäftsführer berufen. Dies habe die Gesellschafterversammlung auf ihrer Sitzung am Donnerstag beschlossen, schreibt das Hamburger Magazin. Der Posten des über die ARD-Schleichwerbungsaffäre gestürzten Bavaria-Chefs Thilo Kleine bleibe danach weiter vakant.

Den Angaben zufolge soll der kaufmännische Geschäftsführer Dieter Frank das Unternehmen zunächst allein weiterführen  Franks Vertrag läuft noch bis Anfang 2007. In diesem Zeitraum soll die komplexe Firmenstruktur der Bavaria mit ihren derzeit insgesamt 31 Tochterfirmen oder Beteiligungen in eine Holding umgewandelt werden, deren Vorsitz dann neu besetzt werden soll, hieß es.´

Kleine war wegen der Affäre im Juli fristlos entlassen worden. Die Gesamtverantwortung für die Bavaria Film wurde damals kommissarisch dem kaufmännischen Geschäftsführer Frank übertragen. Bei Produktionen für die ARD-Serien "Marienhof" und "In aller Freundschaft" war es zu verbotener Schleichwerbung gekommen. Verschiedene Unternehmen hatten über eine Vermittlungsagentur ihre Produkte gegen Entgelt platzieren können.

(Der Beitrag lag dpa in redaktioneller Fassung vor)

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