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Bayer.

Zu 254 Millionen Euro an einen Krebspatienten verurteilt

Bayer-Aktie stürzt nach Glyphosat-Urteil ab

Die Aktie des Chemiekonzerns Bayer hat am Montagmorgen massiv an Wert verloren. Kurz nach Handelsstart stürzte der Dax-Konzern um mehr als zehn Prozent ab.

Am Freitag hatte ein Gericht in Kalifornien den von Bayer übernommenen Agrarkonzern Monsanto zur Zahlung von fast 290 Millionen US-Dollar (254 Millionen Euro) an einen Krebspatienten verurteilt. Der ehemalige Hausmeister macht die glyphosathaltigen Herbizide von Monsanto für seinen Lymphdrüsenkrebs verantwortlich.

In den USA machen tausende Krebskranke Monsanto für ihr Leiden verantwortlich. Ein Bundesrichter in San Francisco hatte im vergangenen Monat mehr als 400 weitere Klagen wegen der möglichen krebsauslösenden Wirkung des Unkrautvernichtungsmittels zugelassen.

Sie berufen sich auf die zur Weltgesundheitsorganisation WHO gehörende Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC). Diese hatte vor drei Jahren konstatiert, dass Glyphosat "wahrscheinlich krebserregend bei Menschen" sei. Die US-Umweltbehörde EPA und auch die Aufsichtsbehörden in der EU und Deutschland gelangten hingegen zu dem Schluss, dass keine Krebsgefahr von dem Herbizid ausgeht.

Für die weiteren Verfahren könnte das Urteil vom Freitag Signalwirkung haben, was zu weiteren teuren Schmerzensgeldzahlungen für Monsanto führen könnte. Monsanto kündigte umgehend Berufung gegen das Urteil an. Pflanzenschutzmittel mit Glyphosat seien weiterhin ein "wichtiges, wirksames und sicheres Mittel", erklärte das Unternehmen. Bayer, das Monsanto im Juni übernommen hatte, zeigte sich ebenfalls überzeugt, "dass Glyphosat sicher und nicht krebserregend ist".

afp

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