Bayer setzt auf rezeptfreie Arznei

- Leverkusen - Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer steigt in die weltweite Spitzengruppe der Hersteller von rezeptfreien Medikamenten auf. Für einen Kaufpreis von insgesamt 2,4 Milliarden Euro werde Bayer vom Konkurrenten Roche bis zum Jahresende dessen Geschäft mit verschreibungsfreien Arzneimitteln übernehmen, kündigte Bayer-Chef Werner Wenning an.

Bayer wird damit zu einem der drei größten Anbieter von verschreibungsfreien Medikamenten weltweit - neben den Konkurrenten Johnson & Johnson und Glaxo-Smith-Kline. Ziel von Bayer sei es weltweit "die Nummer eins" bei nicht rezeptpflichtigen Medikamenten zu werden.<BR><BR>Schon heute agiert Bayer mit seinen Marken Aspirin, Alka-Seltzer und Canesten erfolgreich auf dem Markt für "Alltagsmedikamente". In den letzten 10 Jahren lag die Wachstumsrate durchschnittlich bei 10 Prozent per annum. Die geplante Übernahme der Roche-Sparte bringt dem Konzern nun weitere weltweit erfolgreiche Medikamente wie das Magenmittel Rennie, die Heilsalbe Bepanthen und das vor allem in den USA erfolgreiche Kopfschmerzmittel Aleve ins Portfolio.<BR><BR>"Die Akquisition bringt uns Wachstum sowie attraktive Renditen in einem sehr interessanten Bereich des Gesundheitsmarktes, denn mit dem steigenden Gesundheitsbewusstsein der Menschen wächst auch das Interesse der Verbraucher an Selbstmedikation", sagte Wenning.<BR>

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