Bayer: Streit um längeren Kündigungsschutz

Leverkusen - Angesichts des geplanten Abbaus von mehreren tausend Stellen bei Bayer fordert die Chemie-Gewerkschaft IG BCE eine Verlängerung des Kündigungsschutzes.

“Wir fordern Bayer auf, rasch über eine Verlängerung des Beschäftigungssicherungs-Vertrages zu verhandeln, um die Verunsicherung der Mitarbeiter zu beenden“, sagte Reiner Hoffmann, Chef der IG BCE in Nordrhein, der “Rheinischen Post“ (Samstag). Ende 2012 läuft der Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen aus.

Scharf kritisierte Hoffmann das Bayer-Sparprogramm, wonach weltweit 4500 Stellen gestrichen und gleichzeitig rund 2500 in Schwellenländern aufgebaut werden sollen. In Deutschland stehen demnach 1700 Stellen vor der Streichung. “Das Programm ist hart und im Umfang nicht nachvollziehbar“, sagte Hoffmann dazu. Es sei zwar richtig, dass Bayer in die aufstrebenden Märkte investiere. Doch mit Sorge sehe er, dass der Konzern nicht nur in der Verwaltung, sondern auch in der Forschung Stellen streichen wolle.

Am Freitag hatte IG BCE-Bezirkschef Rolf Erler angekündigt, um jeden Arbeitsplatz bei Bayer kämpfen zu wollen. Es sei in der Belegschaft bekanntgewesen, dass das Management über Sparmaßnahmen nachdenke - “aber dieses Ausmaß haben wir nicht erwartet“, hatte Erler erklärt. Jetzt wolle die Gewerkschaft nicht über die Umsetzung des Stellenabbaus reden, sondern über den Abbau selbst.

dpa

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