Bayerische Börse schlägt alle anderen

- München - Lange schien es so, dass die Regionalbörsen gegenüber dem elektronischen Xetra-Handelssystem der Deutschen Börse in Frankfurt nicht mehr bestehen und ihre Existenz nur noch durch eine Fusionswelle sichern könnten. Doch jetzt deutet sich eine ganz andere Entwicklung an: Die Bayerische Börse hat im Jahr 2004 bei den Aktienumsätzen ein Plus von 55 % einfahren können. Sie liegt damit ganz klar über dem Gesamtmarkt, der um rund 10 % zulegte.

<P>Und sie hat dadurch den dritten Platz im bundesweiten Börsenranking festigen können, wie Wirtschaftsminister Otto Wiesheu lobte.</P><P>Der Erfolg des Börsenplatzes München wird vor allem dem elektronischen Handelssystem Max-One zugeschrieben, das seit Mai 2003 eingerichtet ist, und vor allem auf die Bedürfnisse von Privatanlegern zugeschnitten ist. "Mittlerweile werden auf Max-One 6000 Wertpapiere gehandelt", erklärt die Geschäftsführerin der Börse München, Christine Bortenlänger. Max-One gleicht einige der Nachteile aus, die für Privatkunden den Handel über Xetra mitunter unerwartet teuer machten. </P><P>So wird bei Max One eine gestückelte Ausführung von Aufträgen vermieden. Durch die Auftragsstückelung bei Xetra wurden Kunden immer wieder Mehrfachgebühren aufgehalst. Außerdem garantiert Max-One bestmögliche Preise, Interessenten wird es also erspart, sich für einen einzelnen Wertpapierkauf die Kurse an mehreren Börsenplätzen in Deutschland auf den Bildschirm zu holen. </P>

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