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Finanzminister Markus Söder (l.) und BayernLB-Chef Johannes-Jörg Riegler (r.) haben offenbar gute Nachrichten zu verkünden: Den Verkauf von Ramschpapieren

Verkauf von Milliarden-ABS-Paket bekannt gegeben

Landesbank wird Ramschpapiere los 

München - Die BayernLB ist offenbar eine weitere Altlast losgeworden: Ein Milliardenpaket mit faulen Hypothekenpapieren. Das Geheimnis um den Verkauf wollen Finanzminister Söder und Bankchef Riegler aber noch nicht lüften.

Dass das milliardenschwere Portfolio verkauft ist, geht aus einer Einladung zu einer Pressekonferenz am Donnerstag hervor, auf der Markus Söder (CSU) und Johannes-Jörg Riegler über die Auswirkungen des Verkaufs auf Freistaat und BayernLB informieren wollen.

Die faulen ABS-Hypothekenpapiere und der Milliarden-Fehlkauf der österreichischen Hypo Group Alpe Adria hatten der BayernLB Milliardenverluste eingebrockt. Alleine das ABS-Portfolio mit einem Volumen von ursprünglich über 20 Milliarden Euro musste mit Garantien von sechs Milliarden Euro abgeschirmt werden. Davon stammten 1,2 Milliarden Euro von der BayernLB als Selbstbehalt. Hinzu kam eine Eigenkapitalspritze des Freistaates in Höhe von zehn Milliarden Euro. Aus der Garantie sind dem Freistaat bisher keine Zahlungsverpflichtungen entstanden.

Beim Verkauf des Portfolios dürfte die Bank nun auch ein wieder günstigeres Marktumfeld für solche Geschäfte genutzt haben. Erst kürzlich hatte sich auch die Landesbank Baden-Württemberg von ihrem milliardenschweren Portfolio mit strukturierten Wertpapieren getrennt. Die BayernLB hatte im Sommer ein weiteres Problem aus dem Weg geschafft und die teure ungarische Tochter MKB an den ungarischen Staat abgegeben. Für dieses Jahr stellt sich die Bank auf einen Verlust ein, weil der MKB-Verkauf auf die Bilanz drückt.

dpa

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