Donauausbau: Bayerische Wirtschaft freut sich

München - Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) hat das Ende des Streits um den Donauausbau begrüßt.

Die Entscheidung sei aus wirtschaftlicher Sicht und aus Gründen des Hochwasserschutzes längst überfällig, sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt am Freitag in München. „Aber es muss eine Lösung her, die den Umwelt- und Hochwasserschutz mit dem größtmöglichen Nutzen für die Unternehmen verbindet.“ Die Unternehmen bräuchten Klarheit darüber, welche Infrastruktur mittelfristig zur Verfügung stehe.

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte am Mittwoch einen sanften Donauausbau und den kurzfristigen Ausbau des Hochwasserschutzes angekündigt. Demnach wird zwischen Straubing und Vilshofen zunächst auf den ersten 54 Kilometern der Ausbau geplant, auf den letzten 15 besonders strittigen Flusskilometern wird vorerst weder geplant noch gebaut. Dort ist lediglich eine elektronische Regelung des Schiffsverkehrs und periodisches Ausbaggern des Flusses vorgesehen. Am Freitag wollte sich der Koalitionsausschuss von CSU und FDP mit dem Thema beschäftigen.

Bayern müsse noch mehr zu einer Drehscheibe des Außenhandels zwischen Österreich und den südosteuropäischen Ländern werden, erläuterte Brossardt. „Dazu ist unter anderem eine leistungsstarke Infrastruktur mit einer durchgängigen Schiffbarkeit der Donau bis zum Schwarzen Meer an möglichst vielen Tagen im Jahr nötig.“ Um Anwohner, Wirtschaftsunternehmen und die Landwirtschaft, die sich an der Donau angesiedelt haben, vor einem hundertjährigen Hochwasser zu schützen, führe kein Weg am Donauausbau vorbei.

dpa

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