Bei bayerischen Unternehmen

Arbeitskräfte im Mai weniger nachgefragt

Nürnberg - Die Firmen im Freistaat suchen zwar noch neue Mitarbeiter, doch lässt die Nachfrage seit Monaten nach. Experten erwarten, dass auch der Frühjahrsaufschwung am Arbeitsmarkt heuer schwächer ausfiel.

Die bayerische Wirtschaft hat im Mai nicht mehr so viele neue Mitarbeiter gesucht wie noch im April. Die Nachfrage nach Arbeitskräften nahm in fast allen Branchen ab, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Der Stellenindex der Behörde ging um 3 auf 135 Punkte zurück; im Vergleich zum Vorjahresmonat ergab sich sogar ein Minus von 29 Punkten. Die Firmen hätten inzwischen bereits so viele Mitarbeiter, dass es nur noch wenig zusätzlichen Bedarf gebe. Und wegen der verhaltenen Konjunktur stellten sie derzeit nur zögerlich neue ein, erklärte die Regionaldirektion.

Der Rückgang der bei den Arbeitsagenturen gemeldeten offenen Stellen im Vergleich zum Vorjahr geht in erster Linie auf die gesunkene Nachfrage bei den Dienstleistungen zurück. Auch Industrie, Handel, Gesundheits- und Sozialwesen schreiben nicht mehr ganz so viele Stellen aus.

Die Regionaldirektion will die Arbeitsmarktdaten für Mai am Mittwoch bekanntgeben. Experten erwarten, dass die Frühjahrsbelebung in Bayern konjunktur- und wetterbedingt schwächer ausgefallen ist als im Vorjahr. Ihnen zufolge sank die Zahl der Jobsucher im Mai auf rund 250 000. Dies wären rund 15 000 weniger als im April - aber etwa 18 000 mehr als im Vorjahr.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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