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Volle Einkaufstüten bescherten dem bayerischen Einzelhandel ein fettes Plus in der Kasse.

Dem bayerischen Einzelhandel geht's besser

München - Die Flaute ist offenbar vorbei: Bayerns Einzelhändler haben 2011 nach zwei Jahren mit schrumpfenden Umsätzen wieder ein kräftiges Plus verbucht.

Die Erlöse kletterten im vergangenen Jahr trotz aller Sorgen um die Euro-Schuldenkrise inflationsbereinigt um zwei Prozent, wie aus Zahlen des Landesamtes für Statistik hervorgeht. „Das erste Mal seit 2008 haben wir damit wieder eine positive Zahl“, sagte der Sprecher des Handelsverbands Bayern (HBE), Bernd Ohlmann, am Montag. Zudem liege der Handel im Freistaat wieder deutlich über dem Bundesdurchschnitt mit seinem Zuwachs von real 0,9 Prozent.

Die guten Zahlen zeigten, „dass auch der bayerische Einzelhandel 2011 von der überdurchschnittlich guten Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage im Freistaat profitieren konnte“, sagte Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP). „Der bayerische Einzelhandel kann angesichts dieser hervorragenden Zahlen mit Optimismus ins Jahr 2012 blicken.“

Allerdings sei nicht alles „Gold was glänzt“, sagte Ohlmann. So habe sich die Lage in den Branchen recht unterschiedlich entwickelt. Auf dem Land gehe es dem Handel bei weitem nicht so gut wie in den größeren Städten.

Diesen Marken vertrauen die Deutschen

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Kräftig legte der Umsatz mit Unterhaltungselektronik zu und verzeichnete ein Plus von real fünf Prozent. Die stetig wachsende Konkurrenz des Internethandels bekamen dagegen die Buchhändler zu spüren, die 1,3 Prozent Umsatz einbüßten. Auch im Schreibwarenhandel gingen die Erlöse um ein Prozent zurück. Weiter nach oben ging es in der nach Mitarbeitern drittgrößten Branche im Freistaat mit der Beschäftigtenzahl: Sie stieg um 1,5 Prozent auf mehr als 335 000.

dpa

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