Bayerischer Einzelhandel spürt den Aufschwung

München - Nach einem durchwachsenen Start ins Jahr spürt nun auch der Einzelhandel in Bayern den Aufschwung. "Wir sind mittlerweile auf den fahrenden Zug aufgesprungen."

Das sagte der Sprecher des Handelsverbands Bayern (HBE), Bernd Ohlmann, am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Der Aufwärtstrend nähre die Hoffnung, dass am Jahresende mindestens eine schwarze Null stehen könnte. In den ersten sechs Monaten seien die Umsätze zwar real um rund 1,1 Prozent zurückgegangen. Nach den teils kräftigen Einbußen bis Ende Mai habe aber das Geschäft im Juni einen großen Sprung nach vorne gemacht.

Verglichen mit dem Vorjahresmonat habe die Branche ein Plus von real 3,9 Prozent verbucht. “Wir spüren als letzte, dass es wieder bergauf geht“, sagte Ohlmann. “Der Aufschwung kommt nun an.“ Dabei habe etwa der Markt für Unterhaltungselektronik von der Fußball-WM stark profitiert und alleine im Juni ein Plus von 19,3 Prozent verzeichnet, auch bei Schuhen habe es einen kräftigen Zuwachs von 8 Prozent gegeben.

Noch im Mai hatte der HBE deutlich schlechtere Zahlen als im Bundesschnitt präsentiert. Bis Ende April waren die Umsätze im bayerischen Einzelhandel real um fast fünf Prozent zurückgegangen. Ein Grund für das große Minus sei allerdings auch der Wegfall der Versandhandelsumsätze nach der Quelle-Pleite im vergangenen Jahr gewesen. Rückläufig war im Vergleich mit dem ersten Halbjahr 2009 die Beschäftigtenzahl, die um 6,6 Prozent sank. Nach Angaben des HBE beschäftigt die Branche im Freistaat rund 335 000 Menschen.

dpa

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