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In den Städten haben die Leute im Schnitt deutlich weniger Platz als auf dem Land. 

Wo die größten Häuser stehen

Wohn-Not: Bayern baut nicht genug - und der Zuzug ist nicht das einzige Problem

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In Bayern wird viel gebaut, aber bei Weitem nicht genug. Denn der Freistaat zieht die Menschen an. Doch auch ein weiterer Faktor spielt eine Rolle für den Wohnraumbedarf.

München – Die Wohnflächen in Bayern steigen immer weiter an. Wie die bayerische Landesbausparkasse berichtet, standen jedem Einwohner Bayerns im Jahr 1998 weniger als 40 Quadratmeter zur Verfügung, heute sind es fast 48 Quadratmeter. Damit ist die Wohnfläche pro Kopf binnen 20 Jahren um 20 Prozent gestiegen. In Oberbayern war der Zuwachs mit 15 Prozent in diesem Zeitraum etwas geringer. Hier erhöhte sich die Fläche seit dem Jahr 1998 von 39,2 auf 45,2 Quadratmeter.

Immer mehr Single-Haushalte in Bayerns Städten

Als Gründe für den steigenden Bedarf nennt die LBS zum einen veränderte Ansprüche an das private Wohnumfeld und zum anderen die Zunahme an Single-Haushalten vor allem in den Städten. Generell gebe es den Trend, dass immer weniger Menschen in einem Haushalt zusammenleben. Das verstärke die Nachfrage, die sich aus dem Zuzug ergibt, und führe auch in solchen Regionen zu steigendem Wohnraumbedarf, in denen es kein Bevölkerungswachstum gibt.

Mit durchschnittlich 117,9 Quadratmetern haben die Bewohner des Landkreises Eichstätt die größten Häuser und Wohnungen in Oberbayern. Das geht aus Daten des Landesamtes für Statistik hervor, die die LBS ausgewertet hat. Die größte Wohnfläche pro Kopf nehmen die Menschen im wohlhabenden Landkreis Starnberg für sich in Anspruch. Hier stehen jedem Einwohner im Durchschnitt 52 Quadratmeter zur Verfügung.

München: Schlusslicht bei Pro-Kopf-Wohnfläche

Die kleinsten Wohnungen Oberbayerns gibt es in den größeren Städten. So liegt die Landeshauptstadt München ganz am Ende der Quadratmeter-Liste. Pro Kopf beträgt die Wohnfläche hier durchschnittlich 39,4 Quadratmeter. Auch in der Stadt Rosenheim werden mit 42,2 Quadratmetern unterdurchschnittlich wenige beansprucht.

Auch die Gesamtgröße der Wohnungen liegt in München mit 72,4 Quadratmetern am niedrigsten. In Rosenheim sind es immerhin fast zehn Quadratmeter mehr.  

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Im Landkreis Starnberg wurden und werden zu wenige Wohnungen gebaut, um den Zuzug auszugleichen.  Auch München wächst (langsam) weiter – Neuer Zeitpunkt für 1,85-Millionen-Einwohner-Marke bekannt. 

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