Bayern boomt, doch es gibt auch Verlierer

Prognos-Zukunftsatlas: - München - Bayerns Kraftzentren breiten sich aus: Während der Landkreis und die Stadt München sowie Starnberg unangefochten die Spitze im Prognos-Zukunftsatlas verteidigten, stehen die Städte Ingolstadt (Platz8) und Regensburg (Platz5) als Aufsteiger unter die acht Top-Standorte in Deutschland dafür, dass sich im Norden und Nordosten der Region München neue wirtschaftliche Zentren bilden, die wieder in ihr Umland ausstrahlen.

So profitierten die Landkreise Eichstätt (plus 7 Plätze auf 41), Kelheim (plus 51 auf 69) und Regensburg (plus 31 auf 35) ebenfalls stark.

Dagegen verblasst die Strahlkraft der Flughafenregion: Erding verliert 21 Plätze (auf 60), Freising (zwei Plätze auf 7) und der Landkreis Landshut (neun Plätze auf 105). Das weist auf eine Verlagerung hin, von der Dienstleistung zurück zur Industrie.

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Wie eine einzige Fabrik eine ganze Region prägen kann, sieht man am BMW-Werk in Dingolfing. Vor allem die prosperierende Zulieferindustrie, die sich in der Nähe angesiedelt hat, zieht die ganze Region nach oben: Rottal-Inn konnte 97 Plätze nach vorn rücken (auf Platz 178), Dingolfing-Landau 74 Plätze (auf 127), Deggendorf um 73 (auf 135), Straubing-Bogen um 78 (auf 171) und die Stadt Straubing um 72 (auf 81).

Schlimm sieht es im Freistaat nur im Bayerischen Wald aus. Regen (Platz 369), Freyung-Grafenau (358) und Cham (345) sind die letzten bayerischen Landkreise bei denen die Risiken die Zukunftschancen überwiegen. Der Landkreis Hof hat mit einem gewaltigen Sprung um 151 Plätze auf 181 den Sprung aus dem ökonomischen Tiefparterre geschafft.

In großen Teilen Oberbayerns ergibt sich ein gemischtes Bild: Rosenheim ist nach dem Abstieg um 64 Plätze nicht mehr unter den ersten 100 vertreten (Platz 104).

Dafür legt das Umland der drittgrößten oberbayerischen Stadt zu: Der Landkreis Rosenheim um 21 Plätze auf 57, der Landkreis Mühldorf um 4 Plätze auf 214, der Landkreis Traunstein um 41 Plätze auf 83, der Landkreis Miesbach um 32 Plätze auf 42. Während Bad Tölz-Wolfratshausen den Platz 55 verteidigen konnte, stürzte Garmisch-Partenkirchen um 61 Plätze auf 168 auf. Leicht negativ ist auch die Tendenz in Dachau (Minus drei Plätze auf 30) und Weilheim Schongau (Minus neun auf Platz 86), während Fürstenfeldbruck (16 Plätze auf 46) und Landsberg (zwei Plätze auf 54) zulegen.

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