Bayern drohen immer schwerere Stüme

- Karlsruhe - Wegen der globalen Erwärmung rechnen Experten in den kommenden Jahren mit immer schwereren Stürmen in Deutschland. Vor allem in den waldreichen Ländern Baden-Württemberg und Bayern seien große Schäden zu erwarten, sagte Bodo Ruck vom Karlsruher Institut für Hydromechanik. Ein Sturm könne im Südwesten, wo 40 %der Fläche mit Wald bedeckt seien, mehr Schaden anrichten als in waldarmen Ländern. Wie solche Schäden verhindert werden können, ist Thema der internationalen Konferenz "Sturm und Wald" bis Donnerstag an der Universität Karlsruhe.

<P>Wichtig sei es, Vegetationsflächen zu sichern, indem man weniger Angriffsfläche für heftige Winde biete. Baum-Monokulturen müssten vermieden werden, forderte Ruck.</P><P>Der Orkan "Lothar" hatte im Dezember 1999 allein in Baden-Württemberg 29 Millionen Bäume umgeknickt und einen Schaden von drei Milliarden Euro verursacht. Von solchen Stürmen seien nicht nur Wälder bedroht, sagte Ruck. Orkane könnten auch zum Totalverlust einer Ernte führen, wenn sie in der Mitte des Jahres aufträten. "Das Thema ist akut", sagte der Aerodynamik-Forscher. Stürme und Orkane hätten in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland mit Abstand den größten volkswirtschaftlichen Schaden hinterlassen. An der Konferenz nehmen Wissenschaftler aus 20 Ländern teil. In den Vorträgen soll es besonders um die physikalische Seite des Sturmphänomens gehen. <BR></P>

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