Von Bayern bis zum Mars: Mittelständler Ketek ausgezeichnet

- München - Das mittelständische Unternehmen Ketek GmbH aus München ist für die Entwicklung eines Röntgendetektors in Miniaturausführung mit dem Innovationspreis des Jahres 2004 der bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken ausgezeichnet worden. Den mit 15 000 Euro dotierten Preis überreichte Wilhelm Frankenberger, Präsident des Genossenschaftsverbandes Bayern, an den Erfinder und Unternehmensgründer Josef Kemmer.

<P>Der Röntgendetektor von Ketek kam unter anderem bei der Mars-Mission Anfang des Jahres zum Einsatz. Damit wurden Boden- und Gesteinsproben auf dem Planeten untersucht. "Da sieht man, zu welchen Spitzenleistungen mittelständische Forscher in Bayern fähig sind", sagte Frankenberger. Der Preisträger habe beispielhaft gezeigt, dass bayerisches Know-how weltweit gefragt sei, "man muss ja nicht gleich auf dem Mars landen".</P><P>Josef Kemmer kann sich zugleich über den Titel "Bayerns Mittelstandsbetrieb des Jahres" freuen. Ketek entwickelt, fertigt und vertreibt weltweit spezielle Halbleiter-Detektormodule für die Röntgenspektroskopie. Dabei sei es dem Firmengründer gelungen, Ideen und Know-how aus dem Bereich der Grundlagen- und Weltraumforschung in marktfähige Hochtechnologieprodukte für den täglichen Gebrauch auf der Erde umzusetzen.</P><P>Die Ketek GmbH beschäftigt derzeit 19 Mitarbeiter, der Umsatz kletterte in den letzten drei Jahren um das Dreifache, die jährlichen Investitionen liegen bei 10 Prozent des Umsatzes. </P><P>Die ausgezeichnete Erfindung ist nicht größer als ein Stück Würfelzucker. Das Detektormodul leistete dennoch wichtige Aufgaben bei der Mars-Mission. Sie wurde in den beiden Mars-Rovern eingesetzt.</P><P>Bei der Preisverleihung anlässlich des Wirtschaftstages der Volks- und Raiffeisenbanken trat neben Innenminister Günther Beckstein auch Siemens-Chef Heinrich von Pierer auf. Pierer forderte als Weg aus der wirtschaftlichen Krise mehr Investitionen in Bildung, Forschung und Entwicklung, insbesondere im Bereich von Zukunftstechnologien. "Wir sollten lieber die Bildung und nicht die Steinkohle fördern", sagte er.</P>

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