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Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD, r) und Janina Kugel, Personalvorstand der Siemens AG, nehmen in Berlin im Wirtschaftsministerium an einer Pressekonferenz zum angekündigten Stellenabbau im Berliner Dynamowerk teil.

Weltweiter Stellenabbau

Treffen zu Siemens-Werken ohne konkrete Ergebnisse

Bayern nahm doch am Krisengespräch von Politik und Siemens über die umstrittenen Kürzungspläne des Münchner Elektrokonzerns teil - es blieb ohne Ergebnis.

Berlin - Bayern nahm nun doch am Berliner Krisengespräch von Politik und Siemens über die umstrittenen Kürzungspläne des Münchner Elektrokonzerns teil. Anstelle von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner reiste Staatssekretär Franz Pschierer (beide CSU) nach Berlin, wie das Ministeriums am Montag mitteilte. Ursprünglich waren beide terminlich verhindert gewesen.

Zu dem Gespräch geladen hat Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD), die „sozialverträgliche Lösungen“ von Siemens fordert. Siemens will weltweit 6900 Stellen in den Sparten Kraftwerke und Antriebe abbauen, davon gut die Hälfte in Deutschland. Zwei Standorte im sächsischen Görlitz und in Leipzig mit zusammen 920 Arbeitsplätzen sollen geschlossen werden.

Zypries hatte neben dem Siemens-Management auch die Wirtschaftsminister der betroffenen Bundesländer eingeladen. Bayern ist Sitz von Siemens. Bayerische Standorte sind jedoch nur geringfügig von den geplanten Kürzungen betroffen.

Vorerst keine konkreten Ergebnisse

Das Treffen ist ohne konkrete Ergebnisse geblieben. Die Zukunft der Standorte sei „zunächst ein innerbetriebliches Thema“, sagte Siemens-Personalvorstand Janina Kugel nach dem Gespräch am Montag in Berlin. „Uns ist klar, dass die Maßnahmen schmerzhaft sind“, betonte Kugel. Siemens habe bei dem Gespräch die Lage an den einzelnen Standorten erklärt.

Auf die Frage, ob sich die Zahl der abzubauenden Stellen noch verringern lasse, antwortete Kugel, das sei ein Planungsstand. Nach den Gesprächen mit den Betriebsräten werde man wissen, „wie viele Mitarbeiter es gesamtheitlich trifft“.

Zypries sprach von einem „sehr guten Gespräch“. Es sei ein zweites Treffen für kommendes Frühjahr verabredet worden, einen Termin dafür gebe es noch nicht. Zunächst werde Siemens mit den Betriebsräten Gespräche aufnehmen. „Dem wollten wir nicht vorgreifen.“ Dann wolle man ausloten, „wie Bund und Länder beim Umbau helfen können“, etwa bei der Weiterqualifizierung von Mitarbeitern.

dpa

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