Bayern LB: Sparkassen dringen auf Fusionsgespräche

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München/Stuttgart (dpa) - In der Debatte um Milliarden- Garantien für die von der Finanzkrise in Mitleidenschaft gezogene BayernLB dringen die Sparkassen einem Zeitungsbericht zufolge auf Fusionsgespräche mit der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).

Die Sparkassen wollten Garantien von einer Zusage des Freistaates Bayern abhängig machen, solche Gespräche für einen Zusammenschluss mit der LBBW zu führen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (Freitag). "Wir wollen, dass sich die Landesregierung verbindlich zu Fusionsgesprächen mit der LBBW bekennt", zitierte das Blatt aus Finanzkreisen.

Der Sparkassenverband Bayern wollte sich dazu am Freitag nicht äußern. "Beide Anteilseigner sind in Überlegungen, wie man mit der Situation umgeht", sagte ein Sprecher lediglich. Ein LBBW-Sprecher sagte: "Natürlich sind wir nach wie vor gesprächsbereit." Im Vordergrund stehe allerdings in diesem Jahr die Integration der Sachsen LB und der Landesbank Rheinland-Pfalz.

Der Sparkassenverband will über die Milliarden-Garantien am 24. April eine Entscheidung treffen. Die BayernLB war mit Belastungen von bisher 4,3 Milliarden Euro hart von der Finanzkrise getroffen worden und droht in diesem Jahr, in die roten Zahlen zu rutschen. Bisher ist vorgesehen, dass der Freistaat Bayern und die Sparkassen, denen die Bank jeweils zur Hälfte gehört, insgesamt 4,8 Milliarden Euro als Risikoabschirmung für die BayernLB übernehmen.

Der Haushaltsausschuss des bayerischen Landtages hatte staatlichen Garantien für die Bank am Mittwoch gegen den Widerstand der Opposition aus SPD und Grünen grundsätzlich zugestimmt.

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