Bayern steuert auf 14. Exportrekord zu

Konjunkturaufschwung: - München - Getragen vom anhaltenden Konjunkturaufschwung gibt die bayerische Exportwirtschaft nach dem 13. Ausfuhrrekord in Folge im vergangenen Jahr weiter Gas. Der Anstieg der ausländischen Auftragseingänge in der bayerischen Industrie um 13,2 Prozent im Schlussquartal 2006 deute auf eine ungebrochene Nachfrage nach weiß-blauen Produkten hin, erklärte Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber in München.

"Wir steuern in diesem Jahr den 14. Exportrekord in Folge an, der Exportboom geht weiter."

2006 kletterte das Ausfuhrvolumen um 10,5 Prozent auf erstmals 141,3 Milliarden Euro. Auch die Exportquote der bayerischen Industrie erreichte mit 46,9 Prozent einen neuen Höchststand. Nahezu jeder zweite Euro werde somit im Auslandsgeschäft verdient, sagte Huber. Die Einfuhren nach Bayern hätten parallel um 17,2 Prozent auf 115,9 Milliarden Euro zugelegt. Damit wurde erstmals die Schwelle von 100 Milliarden Euro überschritten. Der Ausfuhrüberschuss belief sich damit 2006 auf 25,4 Milliarden Euro.

Weltweit wichtigstes Abnehmerland für bayerische Produkte blieben auch 2006 die USA mit einem Anteil am Gesamtexport von 11,9 Prozent. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten nahmen um 6,7 Prozent auf 16,9 Milliarden Euro zu. Auf Platz zwei lag abermals Italien mit einem Exportanteil von 8,7 Prozent und Ausfuhren im Wert von 12,2 Milliarden Euro, gefolgt von Österreich mit 8,5 Prozent Exportanteil und einem Ausfuhrvolumen von 12 Milliarden Euro.

Die Staaten der Euro-Zone nahmen im vergangenen Jahr insgesamt Waren im Wert von 55,9 Milliarden Euro aus Bayern ab und damit 9,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Noch deutlicher legten die Exporte in die EU-Staaten zu, und zwar um 10,6 Prozent auf 85,1 Milliarden Euro. Damit fließen mittlerweile gut 60 Prozent der bayerischen Ausfuhren in die EU. Noch kräftiger legten die Exporte nach Indien zu, nämlich um fast 45 Prozent auf eine Milliarde Euro.

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