Bayern zieht stärkeres Engagement bei Bayern LB in Betracht

München - Der Freistaat Bayern will sich bei der Rettung der schwer angeschlagenen BayernLB möglicherweise stärker engagieren als bisher geplant.

Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (Montag) wird überlegt, den Antrag auf eine milliardenschwere Unterstützung für die BayernLB aus dem Rettungspaket der Bundesregierung zurückzuziehen und sich nach dem Vorbild von Baden- Württemberg stärker selbst zu beteiligen. Die Modell könne diese Woche in Schlüsselgremien zur Diskussion gestellt werden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf das Umfeld des bayerischen Finanzministeriums. Für ein stärkeres Engagement Bayerns spricht demnach eine größere Unabhängigkeit bei der Zukunftsplanung der Bank.

Eine Sprecherin des Ministeriums sagte am Montag in München, derzeit würden zur Zukunft der BayernLB eine Reihe von Gesprächen mit dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) geführt. Auch die BayernLB verwies auf laufende Gespräche. Die BayernLB ist nach der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) die zweitgrößte Landesbank in Deutschland mit - je zur Hälfte - dem Bundesland Bayern und den bayerischen Sparkassen als Eigentümern. Die BayernLB stellt sich 2008 auf einen Verlust von drei Milliarden Euro ein. Als bundesweit erstes Geldhaus hatte sie Schutz unter dem Rettungsschirm der Bundesregierung gesucht und einen Kapitalbedarf von 6,4 Milliarden Euro angemeldet.

dpa

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