BayernLB baut mehrere hundert Stellen ab

München - Die BayernLB will offenbar ihren Schrumpfkurs fortsetzen: Kurz vor Weihnachten dürfte die Bank intern verkünden, dass bis 2017 noch mehrere Hundert Arbeitsplätze wegfallen werden.

Die BayernLB wird Medienberichten zufolge in den kommenden Jahren nochmals Hunderte Arbeitsplätze abbauen. Bis 2017 sollen rund 500 Stellen gestrichen werden, wie das „Handelsblatt“ (Freitag) berichtet. Zuvor hatte bereits das „Manager Magazin online“ berichtet, dass mehrere Hundert Posten gestrichen werden sollen. Am kommenden Dienstag (17. Dezember) sollen zunächst die Mitarbeiter über die Pläne und die weiteren Schritte informiert werden. Die Landesbank wollte sich am Freitag nicht den Berichten äußern.

Die BayernLB muss nach ihrer Rettung durch den Staat auf Druck der EU kräftig schrumpfen und sich von Geschäften trennen. Dabei ist die einst mit Steuermilliarden gestützte und seither verstaatlichte Bank schon deutlich vorangekommen. Von den 20 000 Mitarbeitern, die der gesamte BayernLB-Konzern inklusive der damaligen Tochter Hypo Group Alpe Adria (HGAA) Ende 2008 hatte, sind noch knapp 9500 an Bord. In der sogenannten Kernbank, also der BayernLB ohne ihre verbliebenen Töchter, arbeiten derzeit noch knapp 3000 Beschäftigte.

Der scheidende Finanzvorstand Stephan Winkelmeier hatte bereits im November angedeutet, dass es Einschnitte geben werde, und auch erklärt, dass es dabei ohne einen weiteren Stellenabbau kaum gehen werde. Bis 2017 sollen die Kosten in der Kernbank um 15 Prozent oder 130 Millionen Euro runter. In Finanzkreisen wird davon ausgegangen, dass die Bank bisher keine Entscheidung über den Stellenabbau gefällt hat, die Größenordnung aber wohl zutreffend sein könnte.

Unterdessen hat die Landesbank ihre Pläne aufgegeben, die verlustreiche ungarische Tochterbank MKB zu zerlegen. „Die MKB hat im Rahmen einer Pflichtveröffentlichung an der ungarischen Börse kommuniziert, dass die Gremien der MKB nach erneuter Abwägung der Wirtschaftlichkeit von einer Aufspaltung der MKB absehen“, sagte ein Sprecher am Donnerstagabend. Die Landesbank wollte mit der Abtrennung von Teilen der MKB in eine sogenannte „Bad Bank“ den schwierigen Verkauf der ungarischen Bank vereinfachen. Die BayernLB muss sich auf Druck der EU bis 2015 von der MKB trennen.

dpa

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